Angelo Kardinal Scola zum neuen Metropolitanerzbischof von Mailand ernannt

Größte Diözese Italiens

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VATIKANSTADT, Donnertag, 30. Juni 2011 (ZENIT.org). – Papst Benedikt XVI. hat den Rücktritt Dionigi Kardinal Tettamanzis angenommen und zum Nachfolger den ehemaligen Patriarchen von Venedig, Angelo Kardinal Scola, nunmehr Metropolitanererzbischof von Mailand, ernannt.

Kardinal Scola wurde 1941 in Malgrate in der Erzdiözese von Mailand geboren. Nach seinem Studium der Philosophie an der „Università Cattolica del Sacro Cuore“ (katholische Universität des Heiligen Herzens) begann er 1967 mit dem Studium der Theologie im Seminar von Saronno. Er wechselte dann in das Seminar von Venegono und setzte seine Studien in der Universität von Fribourg in der Schweiz fort.

Am 18. Juli 1970 wurde er für die Diözese Teramo zum Priester geweiht.

Zwischen 1970 und 1991 wurden ihm verschiedene Aufgaben anvertraut, darunter:

Mitglied des Leitungsrates der italienischen Ausgabe von „Communio“, der von Hans Urs von Balthasar und dem damaligen Joseph Ratzinger gegründeten Zeitschrift zur authentischen Interpretation des 2. Vatikanischen Konzils; Assistent am Lehrstuhl für Fundamentaltheologie der Universität von Fribourg; Professor der theologischen Anthropologie am Institut „Johannes Paul II. für Ehe und Familie“ an der Lateranuniversität in Rom.

Am 20. Juli 1991 wurde er unter den Kandidaten für den Bischofssitz von Grosseto ausgewählt und erhielt die Bischofsweihe am 21. September.

Am 15. Juli 1995 Ernennung zum Rektor der Päpstlichen Lateranuniversität in Rom. Seit dem 5. Januar 2002 hatte er den Patriarchensitz von Venedig inne und wurde im Konsistorium des 21. Oktober 2003 in den Kardinalsstand erhoben.

Er ist Präsident der Bischofskonferenz von Triveneta; außerdem Mitglied des Komitees für das „Kulturelle Projekt“ der Bischofskonferenz.

Am Heiligen Stuhl ist er Mitglied der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Vorstandsmitglied des Päpstlichen Rates für die Kultur, des Päpstlichen Rates für die Förderung der Neuevangelisierung und des Päpstlichen Rates für die Familie.

Er ist Initiator des internationalen Netzwerks "Oasis", das sich dem philosophisch-theologischen Dialog zwischen Christentum, Judentum und Islam widmet.

Der neue Metropolit steht ebenfalls der Bewegung "Comunione e Liberazione" nahe, die sich für ein klares katholisches Profil und die Umsetzung der katholischen Soziallehre in der Gesellschaft einsetzt.

(jb)