Angola: "Abtreibungen bedrohen das Leben der Nation"

Gemeinsame Botschaft der katholischen Bischöfe zum Abschluss ihrer Vollversammlung

Rom, (Fides) | 385 klicks

Abtreibungen verstoßen nicht nur gegen göttliche Gebote sondern auch gegen die angolanische Kultur und bedrohen damit das Leben des ganzen Landes als solches. Dies betonten die angolanischen Bischöfe in einer gemeinsamen Botschaft zum Abschluss ihrer Vollversammlung.

Die Bischöfe erinnern daran, dass das Leben „von der Empfängnis an“ heilig ist, da wir „einem neuen und unabhängigen Leben mit einer einzigartigen DNA gegenüberstehen“, und betonen, dass „kein Mensch sich das Recht nehmen darf, dieses unter welchem Vorwand auch immer zu töten… Es muss vielmehr die Annahme eines neuen Lebens ermutigt werden, unabhängig davon, wie es empfangen wurde.“

Die Bischöfe bekräftigen in diesem Zusammenhang auch dass Abtreibungen auch im Kontext der angolanischen Kultur „die Missachtung der grundlegenden Werte unserer Gesellschaft darstellen. Jeder Angolaner, unabhängig von der Religion und ohne Kenntnisse über das Evangelium, betrachtet das Leben als etwas Heiliges und als höchstes Gut. Deshalb wird jede Bedrohung des Lebens unsere Gesellschaft von Grund auf destabilisieren.“ „Aus diesem Grund“, so die Bischöfe weiter, „betrachten wir eine mögliche Legalisierung von Abtreibungen als Attentat auf die nationale Sicherheit und das Überleben unseres Volkes.“

„Wir erinnern alle daran, dass Angola seit Jahrhunderten ein christliches Land ist. Deshalb gehen wir davon aus, das das Parlament das vorwiegend von Christen gewählt wurde und in dem vorwiegend Gläubige vertreten sind, den Willen seiner Wähler achten wird“, so die Bischöfe abschließend.

Die Bischöfe erinnern in ihrer Botschaft auch an die Lebensmittelknappheit im Süden des Landes und kündigen eine Studie an (an der Anthropologen, Psychologen, Soziologen und Theologen beteiligt werden sollen), die sich mit dem vor allem im Norden des Landes verbreiteten Phänomen der Kinder befassen, die als verhext betrachtet und ausgestoßen werden. (L.M.) 

(Quelle: Agenzia Fides 7/11/2013)