Angola: "Kalte und feige Tat"

Bischof Joaquim Ferreira Lopes zur Schändung der Statue der Gottesmutter von Muxima

Rom, (Fides) | 389 klicks

„Dies ist eine kalte und feige Tat“, so Bischof Joaquim Ferreira Lopes von Viana, zur Schändung des Marienheiligtums Muxima in Angola. Wie der katholische Sender „Radio Ecclesia“ berichtet, drangen am Sonntag, dem 27. Oktober, sechs bisher nicht identifizierte Personen in das Heiligtum ein, wo sie verschiedene Marienikonen beschädigten. 

„Zum Glück wurde die große Marienikone nur leicht beschädigt, doch andere Ikonen wurden komplett verwüstet und auf barbarische Weise zerstört“, so der Bischof. 

Nach Bekanntwerden der Nachricht versammelten sich hunderte Gläubige vor dem Heiligtum, um gegen die wandalischen Übergriffe zu protestieren. Bischof Lopes forderte die Gläubigen zur Ruhe auf, erinnerte aber auch daran, dass die Behörden berücksichtigen sollten, dass „es auch nicht sichtbare Schäden gibt, nämlich die moralischen Wunden, die den Herzen der Menschen zugefügt werden und Wut und Ärger unter der Bevölkerung hervorrufen, die zusehen muss, wie die von die verehrten Symbole zerstört werden.“

Unterdessen kündigten die Behörden Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Vorfall an; Spezialisten sollen beauftragt werden, um die Schäden an der großen Marienikone zur reparieren.

Wie die Presse berichtet, wurden Mitglieder der evangelischen „Prophetischen Kirche des Bundes von Bethlehem“ festgenommen, die im Zusammenhang mit der Schändung des Marienheiligtums verdächtigt werden.

Die angolanischen Bischöfe haben in der Vergangenheit immer wieder vor der Zunahme der Sekten gewarnt (Fidesdienst 18/11/2011). Dies wurde auch bei der jüngsten Vollversammlung von Erzbischof Manuel Imbamba von Saurimo hervorgehoben, der in einem Interview mit Radio Ecclesia betonte, dass die katholische Kirche das Entstehen anderer Kirchen nicht verhindern könne, die „schwerwiegenden Auswirkungen“ die religiöse Gemeinden mit sich brächten, die sich durch „Intoleranz, Fundamentalismus und Gewalt“ kennzeichneten, nicht ignorieren dürfe.

Der Erzbischof erinnert auch daran, dass zahlreiche Länder die Verbreitung des Islam zu politischen Zwecken unterstützten, und betonte: „Wir müssen solche Entwicklungen aufmerksam beobachten, insbesondere dort, wo es in Nigeria, in der Zentralafrikanischen Republik und im Nahen Osten zu Gewalt kommt.“

(Quelle: Fidesdienst 28/10/2013)