Ankunft des Weltjugendtagskreuzes in Australien

Große Wallfahrt in Vorbereitung des internationalen Weltjugendtages 2008

| 675 klicks

SYDNEY, 3. Juli 2007 (ZENIT.org).- Hunderte Jugendliche fanden sich am Sonntag im Flughafen von Sydney ein, um das 3,8 Meter große Weltjugendtagskreuz und die Ikone der Muttergottes mit dem Kind Jesus zusammen mit dem australischen Premierminister John Howard, Premier Morris Iemma von New South Wales und zahlreichen anderen Persönlichkeiten in Australien willkommen zu heißen.



Howard betonte nach einem Bericht des „Sydney Morning Herald“, das Kreuz und die Ikone riefen in Erinnerung, dass der Weltjugendtag im kommenden Jahr „für Tausende von Jugendlichen – nicht nur aus Australien, sondern aus der ganzen Welt – eine großartige Gelegenheit darstellen wird, ihren Glauben zu stärken und die Welt und diese Nation an die immerwährende Relevanz und Resonanz der christlichen Botschaft zu erinnern. Er wird nicht nur für Katholiken, sondern für alle, die sich zum christlichen Glauben bekennen, eine Gelegenheit sein, die wunderbare Botschaft der christlichen Religion und ihre anhaltende Bedeutung für unser Land und für das Leben aller seiner Bürger zu feiern.“

Weihbischof Anthony Fisher, Koordinator des Weltjugendtags, bemerkte: „Diese Symbole werden den Weltjugendtag in Australien für das nächste Jahr ankündigen. In der Zwischenzeit werden sie auf den Schultern junger Australier getragen und unser aller Herzen berühren.“

Kardinal George Pell, Erzbischof von Sydney, bezeichnete das Kreuz als „die olympische Fackel des Weltjugendtages“. Am Sonntag schrieb in seiner allwöchentlichen Kolumne im „Sunday Telegraph“ über die Bedeutung dieses besonderen Kreuzes, das Papst Johannes Paul II. der Weltjugend zum Geschenk gemacht hatte. Es handle sich um „das bekannteste Symbol der Christenheit“, betont der Kardinal in seinem Artikel. „Jesus wurde in Jerusalem auf ihm hingerichtet, zwischen zwei Dieben“; es habe jedoch „seine Kraft zu schockieren verloren“.

Nur Sklaven und Fremde seien im Römischen Reich gekreuzigt worden, heißt es weiter. Da der heilige Apostel Paulus als römischer Bürger nicht gekreuzigt werden konnte, sei er geköpft worden. „Das Kreuz war ursprünglich ein entsetzliches Bild für den Sieg der brutalen Gewalt und des Todes über alles Gute. Durch seine Auferstehung hat Jesus die Macht des Todes gebrochen und gezeigt, dass die Liebe stärker ist.“

Seit über 20 Jahren, so der 66 Jahre alte Kardinal, kehre das Pilgerkreuz der Weltjugendtage in „Gemeindekirchen, Jugendvollzugsanstalten, Gefängnisse, Schulen, Universitäten, nationalen Gedenkstätten, Einkaufszentren, Nachtklub-Viertel und Parks auf der ganzen Welt“ ein. „Es wurde zum deutschen Parlament gebracht und zum Ground Zero in New York. Es wurde von gewerblichen Fluglinien, Kleinflugzeugen, von einem Hundeschlitten, einem Kleintransporter, Traktor, Segelboot, Fischerboot und auf den Schultern getragen. Seit 2003 wird es von einer Marienikone begleitet.“ Beide Symbole erinnerten uns daran, dass „nicht der Tod das letzte Wort über das menschliche Leben hat, sondern die Liebe“.

Nach der Begrüßung am Flughafen von Sydney wurden das Kreuz und die Ikone zum Schrein der seligen Mary MacKillop in Norden der Stadt gebracht, wo diese Symbole ihre zwölfmonatige Wallfahrt durch ganz Australien antreten werden.