Anna Schäffer

Für die heilige Kirche und ihre Hirten zu beten und zu leiden geht mir über alles

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Von Britta Dörre

ROM, 17. Februar 2012 (ZENIT.org) . - Anna Schäffer wird am 18. Februar 1882 in Mindelstetten geboren. Sie wächst in einem katholischen Elternhaus in bescheidenen Verhältnissen auf. Nach dem Abschluß der Schule möchte sie Missionschwester werden und muß sich deshalb zunächst die dafür erforderliche Aussteuer verdienen.

Bereits 1898 soll Anna Schäffer in einer Vision ihr zukünftiger Leidensweg offenbart worden sein. Tatsächlich stößt ihr am 4. Februar 1901 im Forsthaus zu Stammham ein folgenreicher Arbeitsunfall zu.

Die junge Frau arbeitet als Magd. Da sich das Ofenrohr über dem Waschkessel aus der Wand gelöst hat, steigt sie auf einen Mauervorsprung, um es wieder zu befestigen. Sie rutscht ab und fällt in den Kessel mit kochendem Wasser. Die Brandwunden, die sich sich bei dem Unfall an den Beinen zugezogen hat, können die Ärzte nicht heilen. Deshalb wird sie 1902 Frühinvalidin.

Anna Schäffer lebt fortan in großer Armut und unter unendlichen Schmerzen. Ihre Lebensaufgabe sieht sie darin, ihr Leben und Leiden Gott als Sühneopfer darzubringen.

Im Herbst 1910 hat Anna Schäffer Visionen: ihr erscheinen der heilige Franziskus und der Heiland. Seit diesem Zeitpunkt ist sie stigmatisiert. In dieser Zeit erstarkt in ihr der Apostolatsgedanke, und sie führt einen regen Briefwechsel mit Notleidenden.  

„Für die heilige Kirche und ihre Hirten zu beten und zu leiden geht mir über alles. Jedesmal bei der heiligen Kommunion bitte ich recht innig den lieben Heiland, er möchte schonen seine heilige Kirche und ihre Hirten, möchte mir lieber das qualvollste Martyrium für sie senden und möchte mich als kleines Sühneopfer annehmen.” (Brief vom 29. Januar 1929)  

Ihr Zustand verschlechert sich ab dem Festtag des heiligen Markus (25. April) 1923 drastisch. Ihre Beine sind nun vollkommen gelähmt. Sie erkrankt zusätzlich an Mastdarmkrebs. Fünf Wochen vor ihrem Tod erleidet sie bei einem Sturz aus dem Krankenbett eine Gehirnverletzung.

Sie stirbt am 5. Oktober 1925.

Anna Schäffer wird am 7. März 1999 selig gesprochen.