Anpfiff zur Euro 2008, Anpfiff zum Glauben

Gemeinsames Engagement der Kirchen in Österreich

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WIEN, 26. Mai 2008 (ZENIT.org).- Am 7. Juni wird die Fußball-Europameisterschaft 2008 mit dem ersten Spiel eröffnet werden. Die Vorbereitungen in Österreich laufen bereits auf Hochtouren, schließlich ist es gemeinsam mit der Schweiz Gastgeber des drittgrößten Sportereignisses der Welt. Auch die Kirche wird „mit am Ball“ sein und mit zahlreichen Aktionen „ins Feld“ gehen (vgl.: www.kirche08.at).



Es gibt zahlreiche Parallelen zwischen Christentum und Fußball, wie es der evangelische Altbischof Herwig Sturm heute bei einer Pressekonferenz in Wien formulierte. „Im Fußball geht es um Gemeinschaft, Fairplay und um eine körperliche Herausforderung. Die Kirche bildet eine Gemeinschaft, möchte auf den anderen Rücksicht nehmen und betont den Körper als Geschenk Gottes.“

Die katholische und die evangelische Kirche in Österreich sowie einige Freikirchen haben sich unter dem Motto „Kirche 08 – am Ball seit 2000 Jahren“ zusammengeschlossen, um mitten unter den Menschen einen Geist der Zuversicht und Freude auszustrahlen, gemäß dem Wort von Papst Johannes Paul II.: „Der Weg der Kirche ist der Mensch.“ Dort, wo die Menschen sind, wolle auch die Kirche sein, mitgestalten und sich mit ihnen freuen.

Verschiedene evangelische Kirchen haben sich zur Aktion „Kickoff 08“ zusammengeschlossen und möchten mit verschiedenen Veranstaltungen Begeisterung für das Thema Glauben wecken. Ein besonderes Highlight wird in Innsbruck stattfinden, wo auf der Fanmeile Aktivitäten für die ganze Familie stattfinden, vor allem auch für die Kinder, auf die bei einem solchen Ereignis oft vergessen werde.

In Wien wird es die Aktion „Numbers of hope 3:2“ geben: Mit diesen „Zahlen der Hoffnung“ ist der Vers 3,2 aus dem Matthäusevangelium gemeint: „Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe“. Außerdem wurde in der Bundeshauptstadt mit Blick auf die Euro 2008 schon ein so genannter „Blaulichtgottesdienst“ gefeiert – für die Mitarbeiter von Feuerwehr, Polizei und Rettung.

Viele Kirchen und Gotteshäuser werden während der Zeit des Fußballturniers länger offen haben, um Interessierten die Möglichkeit zu geben, ihre Fragen zu stellen und Glaubensgespräche zu führen. Denn die EM stelle einen guten Anknüpfpunkt dar, vor allem für die Jugendlichen. Viele würden positiv überrascht sein, wenn sie die Kirche bei der EM sähen.

Es wird sogar eine eigene Missionszeitung herausgebracht werden, und auf der Wiener „Friedensmeile“ am Hof sollen Taschenfußballspiele verteilt werden, auf denen Fragen stehen, die zum Nachendenken anregen.

Die Kirchenvertreter ermutigen die Pfarreien insbesondere, „public viewings“ anzubieten. Viele Fußballbegeisterte würden nicht in ein Lokal oder auf die Fanmeile gehen, um sich das Spiel anzuschauen, aber doch in die Gemeinde, in der gemeinsam das Spiel verfolgt werde. Auf diese Weise kämen viele Menschen mit der Kirche in Berührung; Menschen, die sonst keinen Kontakt zu ihr hätten.

Sport-Bischof Franz Lackner fasste das Anliegen am Ende der Pressekonferenz so zusammen: „Der Glaube braucht eine Koalition. Es gibt keine Alleinregierung mehr, auch im Glauben nicht. Der Sport ist ein guter Partner, da auch der Fußball ein Spiel der Freiheit ist.“

In der Zeit der Fußball-Europameisterschaft kann jeder Interessent per SMS einen täglichen Impuls von Bischof Lackner erhalten. Weitere Informationen und Anmeldung zur Gratis-SMS-Aktion auf www.kirche08.at.

Von Juliana Abado