Anthologie der diplomatischen Reden des Papstes

Menschenrechte durchgehend Hauptanliegen

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VATIKAN, 18. Oktober 2004 (ZENIT.org) – Wie die gerade veröffentlichte Anthologie von diplomatischen Reden der letzten 25 Jahre zeigt, lag der Schwerpunkt bei diplomatischen Reden von Johannes Paul II auf den Menschenrechten.



„Papst Johannes Paul II. und die Herausforderung der päpstlichen Diplomatie. Eine Anthologie“ ist eine Sammlung von mehr als 300 päpstlichen Reden vor internationalen Organisationen.

Sie umfasst 137 Botschaften an Staatsoberhäupter, 18 an Regierungschefs und 691 an Botschafter bei Antrittsbesuchen von katholischen Würdenträgern.

Erzbischof André Dupuy, der Apostolische Nuntius von Venezuela, beaufsichtigte die Zusammenstellung des Bandes, die vom Päpstlichen Rat für Gerechtigkeit und Frieden initiiert wurde.

Zu den vom Heiligen Vater in seinen diplomatischen Botschaften am häufigsten angesprochenen Themen gehören die Religionsfreiheit, die soziale Entwicklung, die Förderung des Friedens und der Rechte von Familien und Nationen sowie das unnachgiebige Engagement für die Verteidigung des menschlichen Lebens.

Die Reden behandeln verschiedene Themen, immer aber mit dem „Mut zur Wahrheit“, sagte Erzbischof Dupuy heute bei der Pressekonferenz.

„Die Achtung dieser Rechte ist keine Frage der politischen Überzeugung, sondern leitet sich von der Würde der menschlichen Person aufgrund ihrer Verfasstheit als Gottes Geschöpf ab“, fügte er hinzu.

Die Kirche „hat die Aufgabe zu intervenieren und ihre Stimme jedes Mal zu erheben, wenn die Würde der menschlichen Person, moralische Werte oder Gerechtigkeit, Freiheit, Wahrheit, Solidarität und Frieden nicht ausreichend geachtet werden.“