„Anwalt der Menschenwürde“: Kanadischer Premierminister würdigt Papst Benedikt XVI.

Besuch von Stephen Harper im Vatikan

| 2100 klicks

ROM, 14. JULI 2009 (ZENIT.org).- Der kanadische Premierminister Stephen Harper pries Benedikt XVI. als geistige Führungspersönlichkeit, die Menschenwürde, Frieden und Religionsfreiheit fördere.



Harper wurde am Samstag, dem 11. Juli, vom Papst im Vatikan empfangen. Die Begegnung fand nach dem G8-Gipfel statt, der am Freitag in L’Aquila zu Ende gegangen war.
 
„Es war eine Ehre, Papst Benedikt XVI. zu treffen und seine Ansichten zu einer Reihe von wichtigen Themen zu hören, die die Menschenrechte und ethische Antworten zur globalen Wirtschaftskrise beinhalten“, so der Premierminister.
 
„Ich brachte meine tiefe Wertschätzung für den moralischen und humanitären Führungsstil des Heiligen Vaters als Anwalt der Menschenwürde, des Friedens und der Religionsfreiheit zum Ausdruck, und für die geistige Führerschaft, die er für die Katholiken Kanadas und in der ganzen Welt leistet.“

Nach der Audienz bei Benedikt XVI. traf Harper noch Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone.

Der Heilige Stuhl berichtete, dass das Gespräch „auf einige Themen der internationalen Politik fokussiert war, die auf dem G8-Gipfel diskutiert worden waren, und auf die Ergebnisse dieses Gipfels – auch im Licht der neuen Enzyklika Caritas in veritate. Insbesondere wurde über die wirtschaftliche und finanzielle Krise und ihre ethischen Folgen, über die Hilfe für die Entwicklungsländer – ganz besonders für Afrika –, über den Klimawandel und über die Abrüstung und die Nichtweitergabe von nuklearen Waffen gesprochen.“

Erörtert worden seien auch die Lage im Nahen Osten und die Zukunftsperspektiven für den Frieden in dieser Region sowie der Stand der Religionsfreiheit in einigen Ländern. Im Hinblick auf Kanada hätten Papst Benedikt XVI. und sein hochrangiger Gast aus Kanada über ethische Werte gesprochen, „die Verteidigung und Förderung des Lebens, die Ehe und die Familie“.

Harper stellte Benedikt XVI. auch seine Frau Laureen und ihre beiden Kinder vor sowie eine Delegation kanadischer Parlamentarier.

Harper war der letzte von mehreren Staatsoberhäuptern, die Papst Benedikt aus Anlass des G8-Gipfels besucht haben. Zu ihnen gehörten der japanische Premierminister Taro Aso, der australische Premierminister Kevin Rudd, der Präsident der Koreanischen Republik, Lee Myung-bak, und US-Präsident Barack Obama.