Appell an alle Diözesen, sich verstärkt für die Aidskranken einzusetzen

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ROM, 15. Dezember 2005 (Zenit.org).- Die im September 2004 von Papst Johannes Paul II. gegründete Stiftung des Guten Samariters (\"Good Samaritan Foundation\") hat alle Diözesen der Welt darum gebeten, mehr Mittel in die Pflege und Begleitung der Aidskranken zu stecken.



Kardinal Javier Lozano Barragán, Präsident des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst, erläuterte kürzlich in Rom, dass sich die in seinem Dikasterium angesiedelte Stiftung um die finanzielle Unterstützung jener Kranken kümmert, die besonders bedürftig sind, vor allem auch jener, die an der Immunschwäche HIV/Aids leiden. Den Ortskirchen in Amerika, Asien, Afrika und Europa habe die Stiftung bereits wichtige finanzielle Mittel zum Kauf von Medikamenten zukommen lassen, so der Kardinal.

Anlässlich des einjährigen Bestehens der \"Good Samaritan Foundation\" veröffentlichte \"Radio Vatikan\" am Mittwoch einen Bericht über die bisherigen Tätigkeiten, aus dem hervorgeht, dass bis zum heutigen Tag Hilfsgelder in der Höhe von rund 238.000 Dollar für Afrika, Amerika und Asien zur Verfügung gestellt werden konnten.

Kardinal Lozano ging im päpstlichen Radiosender auch auf die neue Weihnachts-Spendenaktion \"5 Euro für einen leuchtenden Weihnachtsstern\" ein. Sie solle das Bewusstsein für die Ziele der jungen Stiftung wecken, und fünf Euro bedeuteten bereits eine Tablette und eine sehr große Hilfe.

Detaillierte Informationen unter goodsamaritan@hlthwork.va.

In seiner Botschaft zum Welt-Aids-Tag 2005 (vgl. ZENIT vom 29. November) stellt der Präsident des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst fest, dass schätzungsweise 40,3 Millionen Menschen an Aids leiden. Allein in diesem Jahr haben sich aktuellen Schätzungen zufolge 4,9 Millionen Menschen mit dem HIV-Virus infiziert. 700.000 sollen das 15. Lebensjahr noch nicht erreicht haben.

\"Da sie dem Beispiel Jesu aus nächster Nähe folgt, hat die Kirche die Sorge um die Kranken immer als einen wesentlichen Bestandteil ihrer Sendung betrachtet\", betonte Benedikt XVI. anlässlich des diesjährigen Welt-Aids-Tages, der jedes Jahr am 1. Dezember begangen wird. \"Ich unterstütze daher die zahlreichen Initiativen, insbesondere diejenigen der kirchlichen Gemeinschaften, die zur Ausrottung dieser Krankheit beitragen. Ich fühle mich mit den Aids-Kranken und ihren Familienangehörigen verbunden und erbitte für sie die Hilfe und den Trost des Herrn.\" 25 Prozent der Aidskranken auf der ganzen Welt werden heute in katholischen Einrichtungen behandelt.