Appell des Papstes für Frieden in Kolumbien

Einladung zum Gebetstag für die Opfer von Gewalt

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VATIKANSTADT, Montag, 18. April 2011 (ZENIT.org). – Einen Appell für den Frieden in Kolumbien hat Papst Benedikt am Palmsonntag beim Angelusgebet an die versammelten Pilger und Gläubigen gerichtet. Während seiner Grüße in den verschiedenen Sprachen gab der Papst seiner Sorge um Kolumbien Ausdruck und wies auf den kolumbianischen Gebetstag für die Opfer von Gewalt am kommenden Karfreitag hin.

„Ich vereine mich geistlich und von ganzem Herzen mit dieser wichtigen Initiative und hoffe auf große Beteiligung", so der Papst.

Er drückte allen seine Nähe aus, die „in dieser geliebten Nation auf niederträchtige Weise ihres Leben oder ihrer Habe beraubt worden sind".

„Ich erneuere meinen dringenden Appell an Umkehr, Reue und Versöhnung. Keine Gewalt mehr in Kolumbien, möge der Friede dort regieren!", beschwor der Heilige Vater.

Der Gebetstag für die Opfer von Gewalt wurde von der kolumbianischen Bischofskonferenz für Karfreitag, den 22. April dieses Jahres, eingesetzt. Öffentlich angekündigt wurde er von Weihbischof Juan Vicente Córdoba aus Bucaramanga während eines Kongresses der Republik. Dieser solle eine Ergänzung zu den nötigen politischen und technischen Lösungen sein.

„Die Gewalt in ihren verschiedenen Manifestationen durchzieht konstant die Geschichte unserer Nation. Diese beklagenswerte Tatsache fordert viele Opfer,  von denen viele unentdeckt bleiben und in Vergessenheit geraten", erklärte der Generalsekretär der kolumbianischen Bischofskonferenz.

„Am Karfreitag sind alle Katholiken und alle Menschen guten Willens, die sich uns anschließen wollen, dazu eingeladen, für die Leiden der Opfer von Gewalt zu beten und zu meditieren, ihre Opfer, ihre Reue und ihr Fasten als Akte der Wiedergutmachung Gott anzubieten, für die Opfer und die kolumbianische Gesellschaft mit ihren Auftragsverbrechen verschiedener bewaffneter Täter."

[Übersetzung aus dem Italienischen von Jan Bentz]