Appell des Papstes zur Überwindung des weltweiten Hungers

Benedikt XVI. betet für Teilnehmer der bevorstehenden UN-Konferenz in New York

| 1663 klicks

ROM, 15. Juni 2009 (ZENIT.org).- Nach dem Gebet des Angelus am gestrigen Sonntag, an dem in Italien und anderen Ländern der Welt das Fronleichnamsfest begangen wurde, forderte Papst Benedikt XVI. eindringlich dazu auf, alles zu tun, um der Misere des Hungers entgegenzutreten.

Anlässlich der Konferenz der Vereinten Nationen über die Wirtschafts- und Finanzkrise sowie deren Auswirkungen auf die Entwicklung, die vom 24. bis zum 26. Juni in New York stattfinden wird, betete der Heilige Vater für die Teilnehmer dieser internationalen Begegnung.

Der Geist der Weisheit und der menschlichen Solidarität möge auf sie und alle Verantwortungsträger herabkommen, damit „die aktuelle Krise zu einer Chance wird, die dazu befähigt, eine größere Aufmerksamkeit gegenüber der Würde eines jeden Menschen zu begünstigen und eine gerechte Verteilung der Entscheidungsmacht und der Ressourcen zu fördern". Dies müsse mit einer besonderen Aufmerksamkeit für die wachsende Zahl von Armen geschehen.

Am Fronleichnamsfest, an dem das „Brot des Lebens" gefeiert werde, verwies Benedikt XVI. auf die Hunderten von Millionen von Menschen, die in der Welt an Hunger leiden müssen, und betonte, dass dies „eine absolut inakzeptable Realität" sei, die trotz aller Bemühungen der letzten Jahrzehnte nicht besser werde.

Der Heilige Vater sprach die Hoffnung aus, dass die internationale Staatengemeinschaft anlässlich der UN-Konferenz jene strategischen Entscheidungen treffen und jene Maßnahmen ergreifen möge, die notwendig seien, „um allen Menschen jetzt und in Zukunft Grundnahrungsmittel und ein würdiges Leben" zu ermöglichen.