Arbeiten der Bischofssynode schreiten fort

Entwurf für Schlussbotschaft vorgestellt; 12 Mitglieder für den Ordentlichen Rat des Generalsekretariats gewählt

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VATIKANTADT, 22. Oktober 2012 (ZENIT.org). ‑ Am Samstag, dem 20. Oktober 2012, versammelten sich 250 Synodenväter unter Leitung des turnusmäßigen Delegierten Präsidenten Kardinal Francisco Robles Ortega, Mexiko, zur 18. Generalkongregation. Schwerpunkte der Sitzung waren die Vorstellung des Schemas der Abschlussbotschaft sowie die Diskussion über dieselbe.

Bei der Eröffnung der Generalkongregation fand die erste elektronische Abstimmung zur Wahl der 12 Mitglieder des 13. Ordentlichen Rats des Generalsekretariats der Bischofssynode statt (3 Mitglieder für die Kontinente Europa, Afrika, Amerika und Asien-Ozeanien).

Der Ordentliche Rat des Generalsekretariats der Bischofssynode wird am Ende jeder Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode gebildet. Er besteht aus 15 Mitgliedern, von denen zwölf von der Synode selbst gewählt werden, wobei die Vertretung aller über den Erdkreis verstreuten Bischöfe zu gewährleisten ist; drei von ihnen werden vom Papst bestimmt. Die Wahl der Mitglieder erfolgt in geheimer Abstimmung.

Der Rat des Generalsekretariats hat die Aufgabe, dem Generalsekretär bei Folgendem behilflich zu sein: bei der Prüfung der Vorschläge, die von den Bischofssynoden und Hierarchenräten der katholischen Ostkirchen, den Bischofskonferenzen, den Dikasterien der Römischen Kurie und der Union der Ordensoberen im Hinblick auf die auf der Synode zu behandelnden Fragen eingereicht werden; bei der Vorbereitung der Arbeiten, die während der nächsten Versammlung der Synode erledigt werden sollen; durch Vorschläge im Hinblick auf die Durchführung dessen, was der Synode vorgeschlagen und vom Papst genehmigt worden ist; bei den anderen Aufgaben, die der Papst dem Rat übertragen hat.

Kardinal Giuseppe Betori, Erzbischof von Florenz, Präsident der Kommission für die Abschlussbotschaft, nahm dann die Vorstellung des Schemas der Abschlussbotschaft vor.

In den Synodalversammlungen ist es zur Gewohnheit geworden, eine Abschlussbotschaft (Nuntius) zu veröffentlichen, die an das Volk Gottes gerichtet ist und sich besonders an die Gruppen von Menschen richtet, die direkt mit dem Synodenthema zu tun haben. Die Botschaft, die im Allgemeinen pastoralen Charakter hat, soll das Gottesvolk ermutigen, treu seiner Sonderberufung zu folgen sowie die bereits unternommenen Bemühungen zu loben.

Nach dem Ende der Kongregation begaben sich die Synodenväter in die Sala Clementina des Apostolischen Palastes im Vatikan, um der Verleihung des Ratzinger-Preises 2012 beizuwohnen.

Der von der vatikanischen „Joseph Ratzinger – Benedikt XVI.”-Stiftung vergebene Preis wird zum zweiten Mal verliehen; die Preise dieses Jahres wurden vom Heiligen Vater an den französischen Philosophen und Historiker Rémi Brague und den US-amerikanischen Theologen Brian Daley vergeben.[jb]