Archimede. Arte e scienza dell'invenzione - Archimedes. Kunst und Wissenschaft in der Erfindung

Ausstellung in den Kapitolinischen Museen vom 31. Mai 2013 bis zum 12. Januar 2014

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 537 klicks

„Archimede. Arte e scienza dell’invenzione – Archimedes. Kunst und Wissenschaft in der Erfindung“ ist der Titel der Ausstellung, die heute in den Kapitolinischen Museen in Rom eröffnet wird und bis zum 12. Januar 2014 zu besichtigt werden kann. Es ist die erste Ausstellung, die sich dem Genius Archimedes, der im 3. Jahrhundert v. Chr. lebte, widmet. Die beeindruckende Vielseitigkeit des aus Syrakus stammenden Erfinders, Ingenieurs, Astronomen, Mathematikers und „Maschinenbauers“ Archimedes illustriert die Ausstellung mit einer reichen Auswahl an Exponaten, zu denen archäologische Originale, funktionsfähige Modelle seiner Erfindungen, 3D-Simulationen sowie ein Laboratorium für Experimente zählen.

Die von der Hauptstadt Rom, dem Assessorato alle Politiche Culturali e Centro Storico, der Sovraintendenza Capitolina, dem Museo Galileo und dem Zètema Progetto Cultura geförderte Ausstellung wurde vom Museo Galileo­ Istituto und Museo di Storia della Scienza in Florenz in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin und mit Unterstützung des Assessorato Regionale dei Beni Culturali e dell’Identità Siciliana und der Soprintendenza Speciale per i Beni Archeologici in Neapel und Pompeji konzipiert.

Die Ausstellung gliedert sich in zwei Hauptteile: Im ersten Teil soll die Bedeutung des Archimedes für die Entwicklung der Wissenschaften in hellenistischer Zeit aufgezeigt werden. Funktionsfähige Modelle seiner Erfindungen und multimediale 3D-Präsentationen versetzen den Besucher in die hellenistische Zeit zurück und veranschaulichen Funktion und Genialität der Erfindungen. Der zweite Teil der Ausstellung ist dem theoretischen Werk des Genius, seinen Traktaten, gewidmet. Die Manuskripte des Archimedes, zu denen Werke wie „Quadratur der Parabel“ oder „Über Kugel und Zylinder“ zählen, wurden im 15. Jahrhundert von den Humanisten wiederentdeckt und bildeten fortan die Basis für die weitere wissenschaftliche Entwicklung. In der Ausstellung werden Reproduktionen höchster Qualität gezeigt.

Einen weiteren Höhepunkt stellen die archäologischen Originale, die aus dem Museo Archeologico Regionale „Paolo Orsi“ in Syrakus, den Kapitolinischen Museen, dem Museo Archeologico in Neapel und dem Antiquarium in Pompeji sowie den Staatlichen Museen Berlin stammen, dar. Anhand der Exponate kann der Besucher das Leben in Syrakus während des 3. Jahrhunderts v.Chr. nachvollziehen. Zu den ausgestellten Werken zählen Statuetten, Mosaike oder auch wissenschaftliche Instrumente.

Archimedes, der um 287 v. Chr. in Syrakus geboren wurde und über dessen Leben wenige gesicherte Informationen überliefert sind, starb 212 v. Chr. unter tragischen Umständen. Während des Zweiten Punischen Krieges (218-201 v. Chr.) wurde Syrakus von den Römern belagert. Die von Archimedes konstruierten Wurfmaschinen wurden zur Verteidigung der Stadt eingesetzt. Als Syrakus 212 v. Chr. von den Römern schließlich eingenommen wurde, sollte Archimedes auf Befehl des M.Claudius Marcellus lebend gefangengenommen werden, wurde aber, wie Plutarch berichtet, von einem römischen Soldaten getötet.

Ausstellungsbegleitend ist ein reich illustrierter, mit Beiträgen nationaler und internationaler Spezialisten ausgestatteter, in italienischer oder in englischer Sprache verfaßter Katalog erhältlich.