Argentinien: Priesterjahr soll zur Erneuerung der Glaubensfreude dienen

Bischöfe laden zur Stärkung der Hoffnung und zur Wertschätzung des empfangenen Amtes ein

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BUENOS AIRES, 27. Mai 2009 (ZENIT.org).- Eine weltweite Welle der Dankbarkeit ist die Folge des von Papst Benedikt XVI. ausgerufenen Priesterjahrs, das am 19. Juni beginnen wird. Gleichzeitig sprechen Papst und Bischöfe klar und deutlich die Herausforderungen an, vor denen Priester heute stehen. Die Argentinische Bischofskonferenz hat sich in einem Schreiben direkt an die Priester des Landes gerichtet und ihnen für die „Treue zum Amt“ gedankt. In dem Schreiben ermutigen sie die Kleriker „zur Erneuerung der Glaubensfreude, zur Stärkung der Hoffnung und zur Wertschätzung“ ihrer besonderen Berufung.

Zu den „Schwierigkeiten und Anforderungen unserer Zeit“ zählen die Hirten unter anderem „das Gefühl der Ohnmacht angesichts zahlreicher Situationen, die unsere Kräfte übersteigen“. Außerdem weisen sie darauf hin, dass die Weltwirtschaftskrise und ihre Folgen „die moralischen Fragen noch schwerwiegender macht“.

Besonders verbunden fühlen sich die argentinischen Bischöfe mit allen Priestern, die Zeiten der Drangsal durchstehen oder ihren Priesterberuf unter besonders schwierigen Umständen ausüben müssen: in den Randzonen der großen Ballungsgebiete, am Land, „in Einsamkeit oder Krankheit“ und oftmals auch angesichts von Verständnislosigkeit und Entmutigung.

Die Bischöfe erinnern die Seelsorger daran, dass „das Priesteramt ein Amt der Liebe ist - einer Liebe, die wir empfangen haben und weitergeben sollen - und das jeden Tag durch die Feier der Eucharistie und die Hingabe des eigenen Lebens bis zum Äußersten erneuert wird“. Gerade deshalb habe die Kirche schon immer „einen vielfachen Bezug zwischen dem Priesteramt und dem Zölibat gesehen“ und berufe jene Personen zum Priesteramt, die sich aus freien Stücken für „dieses fruchtbare Charisma der völligen Hingabe“ entschieden hätten und in ständiger Erwartung der himmlischen Freudenfülle lebten. Diese Wahrheit könne man allerdings nur „im Licht des Glaubens“ wirklich verstehen und leben. Ermutigt werde man zu einem solchen Leben „durch den Eifer der Liebe“.

Abschließend bitten die Bischöfe die Priester um „die tägliche Lektüre und Verkündigung des Wortes Gottes, die freudige Feier der Eucharistie und der ganzen Liturgie, den treuen, geduldigen und großherzigen Dienst an den Gläubigen und vor allem an den Armen und Kranken“.

Sie vertrauen Leben und Amt jedes Priesters der liebevollen Fürsorge Unserer Lieben Frau von Lujan an und bekräftigten: „Unsere demütige Treue soll Grund der Freude und des Friedens für unsere Mitmenschen sein.“