Aserbaidschan-Schätze in Rom

Reiches kulturelles Erbe des Landes in einer Ausstellung zu bewundern

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ROM, 20. November 2012 (ZENIT.org). – Eine Seltenheit im Westen: Waffen, Schmuck, Stoffe, Manuskripte und Miniaturmodelle des Landes Aserbaidschan, alles nur wenige Schritte vom Petersdom entfernt.

Der Päpstliche Rat für die Kultur hat viele Schätze aus Aserbaidschan im Flügel „Carlo Magno“ der Kolonnaden des Petersplatzes zu einer einmaligen Ausstellung vereint. Als Ausdruck der guten gegenseitigen Beziehungen der beiden Länder, Aserbaidschan und dem Vatikanstaat, bietet sie einen hochinteressanten Eindruck in die Kultur des Landes am Kaspischen Meer. Wirtschaftlich ist das Land vor allem durch die reichen Ölvorkommen von Bedeutung. Die ausgestellten Gegenstände eröffnen nunmehr auch einen Zugang zum reichen kulturellen und historischen Erbe. Exponate des Seidenhandels des 15. Jahrhunderts finden sich neben denen der musikalischen Tradition, der Teppichwebkunst und der Archäologie des Landes, das seit 1991 von der Sowjetunion unabhängig ist.

In Aserbaidschan leben rund 9 Millionen Menschen, mehrheitlich Muslime. Daneben werden die Religionen von Minderheiten geduldet, darunter auch das Christentum. Gerade die Restaurierung der christlichen Archäologie, beispielsweise der Katakomben, soll zur Offenlegung der antiken christlichen Tradition und zum Verständnis der Religionen beitragen, so Prof. Fabrizio Bisconti, Superintendent des Päpstlichen Rates für Sakralarchäologie des Heiligen Stuhls.

Anlass der Ausstellung war ein Abkommen zwischen der Republik Aserbaidschan, der „Heydar Aliyev Vereinigung“ und dem Heiligen Stuhl, finanzielle Unterstützung zur Verfügung zu stellen, um die „Marcellinus- und Petruskatakomben“ in Aserbaidschan der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Ausstellung dauert vom 15. November bis zum 5. Dezember, öffnet täglich vom 9.00-18.00 Uhr und ist kostenlos. Mittwochs ist sie von 13.00-18.00 Uhr geöffnet. [jb]