Asia Bibi an Windpocken erkrankt

Aufgrund des Blasphemiegesetzes verurteilte Christin in Pakistan fastet weiter

| 2160 klicks

LAHORE, 8. April 2011 (ZENIT.org/Fidesdienst). - Asia Bibi, die erste in Pakistan auf der Grundlage des Blasphemie-Paragraphen verurteilte Christin (ZENIT berichtete), erkrankte in den vergangenen Wochen an Windpocken, wie der Fidesdienst berichtet. Es wird vermutet, dass die schlechten hygienischen Verhältnisse in ihrer Zelle Ursache für die Infektion sind. Die Krankheit schwächt ihren Körper weiter, nachdem ihre Gesundheit bereits durch den monatelangen Aufenthalt im Gefängnis und in einer Isolationszelle angegriffen ist.

Über den Fidesdienst lanciert die „Masihi Foundation“ einen Alarm: „Nun ist eine ärztliche Untersuchung mehr denn je notwendig. Wir versuchen, mit den Gefängnisbehörden entsprechende Absprachen zu treffen, damit vertrauenswürdige Ärzte für eine solche Untersuchung eine Genehmigung erhalten. Wir fürchten wirklich um ihre Gesundheit, denn sollte sich ihr Zustand verschlechtern, könnte sie auch im Gefängnis sterben“. Das Fasten könnte angesichts ihrer bereits angegriffenen Krankheit schädlich sein.

„Sie betet viel und fastet und opfert auch ihr Leiden dem Herrn. Wir hoffen, dass Ärzte sie davon überzeugen können, dass sie wieder mehr isst. Sie sollte dies wirklich tun, damit es ihr wieder besser geht und ihr Gesundheitszustand sich nicht verschlechtert“, so Haroon Masih, der Vorsitzende der Masihi Foundation, die in der Causa Asia Bibi Rechtsbeistand leistet und sich auch in materieller Hinsicht um sie und ihre Familie kümmert.

Unterdessen gibt es in aller Welt immer mehr Initiativen, bei denen Bewegungen und Gemeinschaften für die Freilassung der Christin beten, darunter auch das Kloster der Klausurschwestern in Toledo in Spanien, das eine Gebetskampagne auf den Weg brachte. Die Äbtissin des Klosters, Schwester Immacolata, betont in einem Schreiben an den Fidesdienst:

„Wir verfolgen die Causa Asia Bibi und beten für sie und ihre Familie, aber auch für alle, die sterben mussten, weil sie sich für ihr Anliegen eingesetzt hatten. Wir freuen uns, dass auch der Heilige Vater sich zur Causa Asia Bibi geäußert hat. Wir beten zum Herrn, dass er Asia die Gnade gewähren möge, ihm zu begegnen. Wir beten zu Gott von ganzem Herzen, dass sie eines Tages ihre Familie wieder in ihre Arme schließen kann.“