Asia Bibi ist nicht alleine: Gebete in aller Welt

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LAHORE, Donnerstag, 21. April 2011 (ZENIT.org/Fidesdienst). - Klarissinnen in Lovere (Italien), Klausurschwestern in New York (USA), Franziskaner in Thu Duc in Hochiminh City (Vietnam), die Diözese Baoturi (Kamerun), Schwestern vom heiligen Joseph von Tarbes (Brasilien), christliche Gemeinden in Neuseeland, Maroniten im Libanon und Orthodoxe in Indonesien: überall beteten am gestrigen 20. April 2011 religiöse Institute, Vereine, Pfarreien und Gläubige aller christlichen Konfessionen für Asia Bibi.

Die Initiative des „Internationalen Gebetstags", die die „Masihi Foundation" auf den Weg brachte, soll auf das Leid der in Pakistan zu Unrecht auf der Grundlage des Blasphemieparagraphen zum Tode verurteilten Christin aufmerksam machen und stieß in allen fünf Kontinenten auf großes Interesse.

„Wir glauben an die Kraft des Gebets, die durch das Eingreifen Gottes in der Lage ist, Berge zu versetzen", so der Vorsitzende der „Masihi Foundation", Haroon Barkat Masish, zum Fidesdienst.

„Wir sind der Ansicht, dass es wichtig ist, die Weltgemeinschaft der Gläubigen auf die Christenverfolgung, wie im Fall Asia Bibi, aufmerksam zu machen", betonte er.

Viele Ordensgemeinschaften beteten in diesem Sinne für Asia und für die verfolgten Christen: „Wir schließen uns dem Gebet für Asia Bibi und die anderen Opfer in der Hoffnung an, dass sich die Lage bald bessern wird", schreiben die Klarissen aus Lovere, die sich damit anderen Klausurklöstern wie zum Beispiel in Escalona (Toledo, Spanien) oder den Benediktinerinnen in Rosano (Italien) anschließen.

Die Franziskaner in Vietnam haben in einem Abendgebet an Asia Bibi und die Opfer des Blasphemiegesetzes in Pakistan erinnert und auch die Opfer der Unterdrückung der Gewissens- und Religionsfreiheit in Vietnam in das Gebet eingeschlossen.

In den Vereinigten Staaten schlossen sich neben den Klausurschwestern zahlreiche christliche Gemeinden der Initiative an, die auch über soziale Netzwerke wie „facebook" bekannt gemacht wurde.

Sehr groß ist das Interesse an der Initiative - sehr zur Freude der Stiftung - auch in Afrika: in vielen Ordensgemeinschaften und Laien aus Senegal, bei Ordensschwestern in einem Dorf in Benin, Gemeinden im Tschad, der Zentralafrikanischen Republik, in Kamerun und Südafrika.

Dasselbe gilt für Lateinamerika: vor allem für Argentinien und Brasilien (wo sich sogar Gemeinden im Amazonasgebiet der Initiative anschließen), aber auch in Chile, Ecuador, Peru und Venezuela.

In Pakistan schloss sich auch der Vorsitzenden der bischöflichen Kommission für den interreligiösen Dialog, Bischof Andrew Francis von Multan, im Namen der katholischen Kirche dem Gebet an, ebenso Bischof Antony Rufin von Islamabad. Die Päpstlichen Missionswerk in Pakistan luden Kinder und Jugendliche in den Schulen des Landes zur Teilnahme an der Initiative ein und christliche Gemeinden in Punjab beteten für das Anliegen, obschon sie sich selbst nach den jüngsten Übergriffen in Schwierigkeiten befinden. Ebenso die Christ Church und St. Paul Church in Rawalpindi, die St. Thomas Church und die Lady Fatima Church in Islamabad, die FGA Church, die New Life Church, die Gospel of God Church, die United Pentecostal Church in Lahore, die Holy Trinity Church und die Hunter Memorial Church in Sialkot.

Nicht zuletzt waren auch die Consolata Missionare, die Brüder vom Heiligen Herzen und viele Pfarreien und Diözesen in Frankreich, Spanien und England und das Zentrum St. Andrea in der Republik in San Marino Teil der Initiative.

Ein Katholik aus Frankreich beschrieb in einem Gedicht für Asia Bibi das Empfinden aller, die für Asia Bibi beten und hoffen: „Asia, wir lassen dich nicht alleine!".