Assisi:176 nicht-christliche und nicht-hebräische Delegierte anwesend

Alle Zahlen zum Tag des Friedens

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VATIKANSTADT, 19. Oktober 2011 (ZENIT.org). – Am interreligiösen Treffen in Assisi am 27. Oktober werden 176 Vertreter der verschiedenen nicht-christlichen und nicht-hebräischen religiösen Traditionen teilnehmen.

Die Zahlen des bevorstehenden Tages der Reflexion, des Dialogs und des Gebets für Frieden und Gerechtigkeit auf der Welt „Pilger der Wahrheit, Pilger des Friedens" wurden am Dienstagvormittag im Pressebüro des Heiligen Stuhls von Msgr. Pier Luigi Celata, dem Sekretär des päpstlichen Rates für den interreligiösen Dialog, vorgestellt.

Von den 76 religiösen Führungspersönlichkeiten, die ihre Anwesenheit angekündigt haben, vertreten vier die traditionellen Religionen Indiens, Afrikas und Amerikas.

In Assisi nehmen 18 Vertreter der Religionen des indianischen Subkontinents teil, unter ihnen fünf hinduistischer Provenienz mit zwei Begleitern: unter ihnen Rajhmoon Gandhi, der schon 1986 bei der Tagung zugegen war. Insgesamt werden es drei Vertreter des Jainismus, fünf der Sikh-Religion, ein Zoroastrier und, zum ersten Mal, ein Bahai sein.

Von den anderen asiatischen Religionen werden 67 buddhistische Vertreter aus Südkorea, Sri Lanka, Myanmar, Cambogia, Indien, Singapur, Taiwan, Australien und, zum ersten Mal, aus China zugegen sein.

Der Konfuzianismus wird drei Vertreter haben, ein Hauptvertreter und zwei Begleiter, alle aus Südkorea.

Der Taoismus wird auch durch drei Repräsentanten vertreten sein, ein Hauptvertreter und zwei Begleiter, alle aus Hong Kong.

Zwei shintoistische Delegationen mit insgesamt 17 Teilnehmern werden aus Japan anreisen. Ebenfalls aus Japan werden vier verschiedene Abteilungen der neuen Religionen mit insgesamt 17 Teilnehmern vertreten sein.

„Die Teilnahme der Muslime – kommentierte Msgr. Celata – resultiert zweifelsohne aus der Bedingung einiger Faktoren, sowohl der Anzahl wie auch der repräsentativen Größe und auch der sozial-politischen Situation in den verschiedenen arabischen Ländern mit einer großen muslimischen Mehrheit im mittleren Orient, in Nordafrika und in der Golfregion."

Insgesamt werden die 48 Vertreter des Islam aus Afrika, Europa, Amerika und Westasien aus folgenden Ländern anreisen: Jordanien, Israel, Ägypten, Libanon, Algerien, Marokko, Iran, Türkei, Saudi-Arabien, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Aserbaidschan, Tadschikistan, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Italien, Portugal und den Vereinigten Staaten.

Die Zahl der Muslime ist im Vergleich dieses Jahr größer als zu den Veranstaltungen in Assisi im Jahr1986 mit insgesamt 11 und 2002 mit insgesamt 32 Vertretern. Am kommenden 27. Oktober werden insgesamt 50 Teilnehmer kommen.

Aus Mittel- und Südostasien werden weitere 12 Muslime aus Pakistan, Bangladesch, Thailand und Indonesien kommen (fünf Führungspersönlichkeiten und sieben Begleiter).

Von der nichtkatholischen Seite der christlichen Kirchen werden 31 Delegationen nach Assisi kommen, wie Don Andrea Palmieri, Beauftragter der östlichen Abteilung des päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen, ankündigte.

Die Ostkirche wird mit 17 Delegationen vertreten sein. Der ökumenische Patriarch, Bartolomeo I., wird die Delegation des ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel anführen.

Außerdem wird am Tag in Assisi der Erzbischof von Tirana, der Bischof von Astana und Kazhakistan in Vertretung des Patriarchen von Moskau und weitere Repräsentanten der armenischen und der syro-malankarischen Kirche und der assyrischen Kirche des Ostens zugegen sein.

Unter den reformierten Kirchen des Westens werden unter anderem die Leiter der anglikanischen Vereinigung (der Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams), der weltweiten lutherischen Vereinigung, die Vereinigung der weltweiten reformierten Kirchen, der weltweite Rat der Methodisten, die weltweite Allianz der Baptisten und weitere kirchlich-ökumenische Zusammenschlüsse teilnehmen.

Von den hebräischen Vereinigungen werden Delegationen des International Comittee on Interreligious Consultation, des großen Rabbinats von Israel und der römischen Gemeinschaft in der Person des Oberrabbiner Riccardo Di Segni anreisen.

Melchior José Sanchez de Toca y Alameda, Untersekretär des päpstlichen Rats für Kultur, gab die Repräsentanten der Nichtgläubigen bekannt: Julia Kristeva, französisch-bulgarische  Psychoanalytikerin und Philosophin, Schülerin von Michel Foucault; Jacques Derida und Roland Barthes; Remo Bodei, Philosophieprofessor der Universität Pisa; Giullermo Hurtado, Philosoph an der mexikanischen Universität UNAM; Walter Baier, marxistischer Ökonom aus Österreich.

[ZENIT-Übersetzung aus dem Italienischen]