Astronaut der heiligen Teresia von Lisieux traf Papst Benedikt

Ron Garan bricht im März 2011 zu seiner nächsten Weltraummission auf

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ROM, 26. Juni 2009 (ZENIT.org).- Der US-Astronaut Ron Garan, der in den ersten beiden Juniwochen 2008 eine Reliquie der heilige Teresia von Lisieux in das Weltall mitgenommen hatte, begegnete am Mittwoch (24. Juni) bei der Generalaudienz Papst Benedikt XVI. Garan kündigte dabei an, dass er bei seiner nächsten Weltraummission im März 2011 ein weiteres Mal mit der Heiligen die Erde umkreisen wolle, diesmal mit einer anderen Reliquie.



Im vergangenen Jahr hatte sich Ron Garan an einer Mission der US-Raumfähre „Discovery" beteiligt. Ziel der Mission war es, das japanische Arbeitsmodul Kibo (dt. Hoffnung) an die Internationale Raumstation anzuschließen. Garan hatte die Aufgabe, ins All hinauszusteigen, und wurde dabei nur am Fuß von einem Band festgehalten. Im Frühling 2008 hatte der Astronaut die Karmelitinnen in New Caney angerufen und sie um ihr Gebet für seinen Flug in das Weltall gebeten. Er bot sich bei dieser Gelegenheit an, einen sakralen Gegenstand mitzunehmen, den ihm die Ordensschwestern geben würden.

Die Kommunität erinnerte sich an die Worte der heiligen Teresia von Lisieux: „Ich habe die Berufung zum Apostel. Ich wollte alle Länder der Erde durchziehen, Deinen Namen bekannt machen und auf dem Boden des Unglaubens dein glorreiches Kreuz aufrichten. Aber bloßes Missionieren, mein Geliebter, würde mir nicht genügen, gleichzeitig wollte ich in den fünf Erdteilen und auf den abgelegensten Inseln das Evangelium verkünden. Ich wollte Missionarin sein, nicht bloß während einiger Jahre, sondern wollte es schon gewesen sein seit Erschaffung der Welt und es sein bis zum Ende der Zeiten."

Zusammen mit diesem Text übergaben die Unbeschuhten Karmelitinnen dem Astronauten eine Reliquie der Patronin der Missionare, die selbst Lisieux niemals verlassen hatte. Eine Reliquie ist Teil des Leibes eines Heiligen oder durch diesen Leib geheiligt, der schon in der Vollendung Gottes lebt. Darum wird ein solcher Gegenstand liturgisch verehrt, so dass diese Ehre Christus leibhaft in seinen Heiligen gilt.

Innerhalb von 14 Tagen legte sie 9.177.030 Kilometer im Weltraum zurück, bei einer Geschwindigkeit von 27.291 km/h. Während dieser Zeit begleiteten die Karmelitinnen die Weltraummission intensiv im Gebet und empfahlen sie der kleinen Teresia. Zu ihrem Gebetsanliegen gehörte auch die Bitte, dass die Heilige vom All aus den von ihr versprochenen Rosenregen auf die Welt herabströmen lasse. Auf diesem Weg hatte die universale Berufung der Heiligen nun auch das Weltall erreicht.