Auch nach den jüngsten Anschlägen in Punjab: Christen fest im Glauben und im Gebet

Anschläge auf Familien und Kirchengebäude

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MULTAN, Donnerstag, 21. April 2011 (ZENIT/Fidesdienst). - „Die Christen in Pakistan lassen sich durch ihr Leiden nicht entmutigen: Wir sind fest im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe und wir werden uns auch künftig unermüdlich um den interreligiösen Dialog bemühen", so der Vorsitzende der bischöflichen Kommission für interreligiösen Dialog, Bischof Andrew Francis von Multan (Punjab) im Gespräch mit dem Fidesdienst nach den jüngsten antichristlichen Übergriffen.

Am 16. April und 17. April wurden in der Nähe von Gujarnavala (Punjab) Dutzende christliche Familien angegriffen von Muslimen angegriffen, die auch einen Anschlag auf eine Kirche verübten. Auslöser der Gewalt war die falsche Anklage gegen die beiden Christen Mushtaq Gill und dessen Bruder Farrukh Mushtaq Gill.

Unser Gebet für die Opfer des Blasphemieparagraphen wird nicht aufhören und an unsere Initiativen werden auch muslimische Religionsführer teilnehmen, doch auch die zivilen Behörden und alle Gläubigen und Menschen guten Willens wollen zusammen mit uns eine friedliche und geschwisterliche Gesellschaft aufbauen."

Dafür nennt der Bischof auch ein konkretes Beispiel: die christliche Glaubensgemeinschaft in Multan veranstaltete ein interreligiöses Treffen mit Gläubigen aller Religionen, Sprachen und Gesellschaftsschichten am 16. April, während es in Gujranwala zu den Übergriffen kam.

Die versammelten Gläubigen wollten den Geburtstag von Papst Benedikt VI. feiern. Es waren 5.000 Personen anwesend, darunter auch Kinder und Jugendliche, die einer Einladung der Päpstlichen Missionswerke gefolgt waren.

Dabei sollte der Papst als „Mann des Friedens und des Dialogs" vorgestellt werden, „der sich mit allen verbunden fühlt, die in Pakistan Not leiden", so der Bischof, der dabei auch an die Reaktion radikalislamischer Gruppen auf den Appell des Papstes für die religiösen Minderheiten in Pakistan erinnerte.

Im Rahmen des Treffens seien auch Spenden gesammelt worden, die dem Papst für seine „Missionsreisen" zur Verfügung gestellt werden sollen: „Wir beten und hoffen, dass der Papst bald nach Asien kommen wird", betonte Bischof Francis.

Auch am 19. April, dem Jahrestag der Papstwahl, hat die Diözese Multan diesen Anlass bei den Gottesdiensten gewürdigt und für den Papst gebetet.