Aufruf Benedikts XVI. zum selbstlosen Einsatz für Gottes Liebe und Wahrheit

Was das Paulusjahr und das Priesterjahr verbindet

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ROM, 30. Juni 2009 (ZENIT.org).- Das Priesterjahr, das am 19. Juni anlässlich des 150. Jahrestags des Todes – „dies natalis“ – von Jean-Marie Vianney, des heiligen Pfarrers von Ars, feierlich eröffnet wurde, soll nach dem Paulusjahr ein weiterer geistlicher und pastoraler Impuls für das ganze christliche Volk und vor allem den Klerus sein. Das betonte Papst Benedikt XVI. am Sonntag, dem 28. Juni, als er den Zusammenhang zwischen dem soeben abgeschlossenen Paulusjahr und dem besonders dem Klerus gewidmeten Gebetsjahr erläuterte.



Das Jahr zu Ehren des Völkerapostels – Anlass war seine Geburt vor 2000 Jahren – bezeichnete der Papst als „wahre Zeit der Gnade“, in der die Kirche durch die bewegende Botschaft des heiligen Paulus in der Begeisterung für Christus und für das Evangelium neu belebt worden sei.

Die Ziele des Priester-Jahres beschrieb Benedikt XVI. mit einem Wort aus seinem Brief an die Priester der Welt. Das Jahr „möchte dazu beitragen, das Engagement einer inneren Erneuerung aller Priester für ein noch stärkeres und wirksameres Zeugnis für das Evangelium in der Welt von heute zu fördern“.

Der Papst verwies diesbezüglich auf das herausragende Vorbild des heiligen Paulus „in der Liebe zu Christus, im Eifer für die Verkündigung des Evangeliums, in der Hingabe an die Gemeinde, in der Ausarbeitung wirksamer pastoraltheologischer Synthesen“. Wie der heilige Pfarrer von Ars sei Paulus davon überzeugt gewesen, „dass alles der Verdienst Gottes, alles seine Gnade ist“. Die Kirche sei nur dann überzeugend, so Benedikt XVI., „wenn ihre Verkünder bereit sind, selbstlos und mutig für Gottes Liebe und Wahrheit einzutreten“.