Aufruf des Papstes für den Kongo

Im Rahmen eines hochrangigen Treffens der UNO wird nach Lösungen für die konfliktgeplagte Region gesucht

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CASTEL GANDOLFO, 2. Oktober 2012 (ZENIT.org). - Am Sonntag, dem 30. September 2012, richtete Benedikt XVI. anlässlich eines hochrangigen Treffens der Vereinten Nationen für Lösungen aus der Krise im Osten der Demokratischen Republik Kongo einen Appell für die Beendigung dieses Konflikts.

In den vergangenen Monaten hat sich eine unter dem Namen M23 bekannte Gruppe von der nationalen Armee abgespalten. Seither tobt ein Kampf in der Region, der eine Entwurzelung von etwa 300.000 Zivilisten zur Folge hatte.

Die Worte des Papstes galten besonders den Flüchtlingen sowie den Frauen und Kindern, die aufgrund des anhaltenden Konfliktes Gewalt und schweres Leid ertragen.

Laut dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, wurde der Osten der Demokratischen Republik Kongo in einer Meldung der Vereinten Nationen als der gefährlichste Teil der Welt für Frauen bezeichnet. Dies liege an den Massenvergewaltigungen und anderen Formen sexueller Gewalt, die als Kriegswaffen eingesetzt werden. Ban wies ebenso auf eine gewaltsame Rekrutierung hunderter von Kindern hin, die als Kriegsteilnehmer und Sexsklaven eingesetzt werden und in manchen Fällen getötet werden.

Der UN-Generalsekretär kritisierte Berichte über eine externe Unterstützung der M23 und forderte ein Ende dieser „destabilisierenden Form der Unterstützung“.

Benedikt XVI. richtete seinen Aufruf nach dem mittäglichen Angelusgebet am Sonntag. Er äußerte sich dazu folgendermaßen: „Ich bete zu Gott, auf dass friedliche Mittel gefunden werden, um den Dialog zu eröffnen und die Unschuldigen zu schützen. Möge der Friede, der in der Gerechtigkeit wurzelt, möglichst bald wachsen und das brüderliche Miteinander von den geprüften Menschen wiederhergestellt werden; hier und in der gesamten Region.“

[Übersetzung des englischen Originals von Sarah Fleissner]