Aufruf des Papstes für Frieden in Syrien

Nothilfe für die Menschen der Region dringend gefragt

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ROM, 31. Juli 2012 (Zenit.org). ‑ Papst Benedikt XVI. fügte dem Angelusgebet am Sonntag in Castel Gandolfo einen Aufruf für Frieden in Syrien an.

Gewalt wütet im Land, seit das Regime des Präsidenten Bashar al-Assad 2011 versuchte, den Aufstand gegen die Regierung niederzuwerfen. Mindestens 20.000 Menschen, größtenteils Zivilisten, sind bereits in diesem Konflikt gestorben. Erst kürzlich haben regierungstreue Truppen eine langwierige Schlacht um die von Rebellen kontrollierte Stadt Aleppo geführt und dadurch Tausende von Menschen zur Flucht gezwungen. Die syrische Regierung ist international schwer für das Blutbad kritisiert worden, das sie in diesem Konflikt zu verantworten hat.

Der Heilige Vater erklärte nach dem Angelus am vergangenen Sonntag, er habe „mit Besorgnis die tragische Gewaltzunahme in Syrien, mit ihrer wachsenden Zahl von Toten und Verletzten, auch unter der Zivilbevölkerung, und der großen Anzahl von Flüchtlingen im Land und in Richtung der Nachbarländer“ mit verfolgt.

An die internationale Gemeinschaft richtete der Heilige Vater einen Aufruf, die „nötige humanitäre Hilfe“ für die Gewaltopfer in Syrien zu garantieren. „Indem ich die leidenden Menschen in Syrien erneut meiner Nähe und meines Gebets versichere, wiederhole ich meinen Aufruf für ein Ende des Blutvergießens“, sagte der Papst.

„Ich bitte Gott, den Menschen und besonders denen, die einen Verantwortungsposten bekleiden, die Weisheit des Herzens zu schenken, damit auf der Suche nach einer friedlichen Lösung nichts unversucht bleibe, auch nicht seitens der internationalen Gemeinschaft, und damit durch Dialog und Aussöhnung ein angemessener politischer Ausweg aus diesem Konflikt gefunden werden könne.“

[Übersetzung des englischen Originals von Alexander Wagensommer]