Aufruf zur Evangelisierung: Benedikt XVI. empfängt die Bischöfe von Mosambik

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ROM, 29. Mai 2007 (ZENIT.org).- Papst Benedikt empfing am Samstag, den 26. Mai, die Bischöfe aus Mosambik, die sich zu ihrem „Ad-limina“-Besuch in Rom aufhielten. Der Heilige Vater appellierte an die Hirten aus Afrika, das Evangelium mutig und überall zu verkünden. Der Evangelisierungsauftrag sei die vorrangigste Aufgabe von Hirten und Gläubigen.



Der Papst versicherte alle Christen Mosambiks seines Gebets, damit der Geist Gottes durch das Vorbild und das Amt des Bischofs „ein neues Pfingsten geschehen lassen möge“ und „das Antlitz der Erde“ im geliebten Mosambik erneuere. Benedikt XVI. erinnerte die Bischöfe an ihre Verantwortung für die Verkündigung des Wortes Gottes, für die Feier der Liturgie, die Hinführung zum Gebet und zur Vorbereitung auf die Sakramente. Sie seien für die organische Einheit der Diözese, ihrer Hilfswerke, ihrer Bildungsangebote und ihres Apostolats verantwortlich.

Es sei das Zeugnis und die Gegenwart des Bischofs notwendig: in den Gemeinden und insbesondere in der Nähe zu den Priestern. Papst Benedikt hob hervor: „Ihr habt zusammen mit ihnen eine große Aufgabe erhalten, die ihr in der Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist, der in den Herzen wirkt, erfüllen sollt: die erste Evangelisierung von mehr als der Hälfte der Bevölkerung Mosambiks. „Versucht dafür Sorge zu tragen, dass die missionarische Verkündigung eure erste Priorität ist. Und lasst alle, die die Gnade des christlichen Glaubens empfangen haben, wissen, dass sie zu deren Verwirklichung beitragen sollen. Ein von der Vorsehung gewolltes Instrument, das der Mission neue Impulse gibt, sind die kirchlichen Bewegungen und neuen Gemeinschaften. Nehmt sie an und fördert sie in euren Diözesen, damit der Heilige Geist sich ihrer bedienen kann, wenn es darum geht, den Glauben in den Herzen neu zu wecken und zu vertiefen und die Freude des Glaubens an Jesus Christus zu verkünden.“

Der Glaube müsse mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln vertieft werden: Katechese für Jugendliche und Erwachsene, Versammlungen, Liturgie und Inkulturation. Nur so könne dem Einfluss der Sekten, der religiösen Indifferenz, dem Materialismus und dem neuen Heidentum entgegengewirkt werden.

„Ein tiefer und engagierter Glaube wird das Verhalten der Menschen in ihrem gesellschaftlichen und beruflichen Umfeld und somit auch das Gefüge der Gesellschaft erneuern. Die Christen werden auf diese Weise ihren Beitrag dazu leisten, Ungerechtigkeit zu bekämpfen, den Lebensstandard der Menschen und der bedürftigen Gruppen zu verbessern, um zu einem rechten Umgang mit dem Brauchtum, zu Toleranz, Vergebung und Versöhnung zu erziehen.“ Aufgabe der Bischöfe sei es, dieses Werk zu inspirieren und die Freiheit der Kirche bei ihrer Sendung zu bewahren.

Benedikt XVI. forderte seine Gäste zur ständigen Fortbildung des Klerus sowie zu einer guten Ausbildung der Priesteramtskandidaten auf. Weiterhin erinnerte der Papst die Bischöfe an die pastoralen Bereiche der religiösen Erziehung für Kinder, Jungendliche und Studenten, sowie der Bildung wahrhaft christlicher Familien, die das Vorbild, die Erfordernisse und die Gnade der christlichen Ehe erkennen. Dazu bedürfe es einer dynamischen Familienpastoral und solider Grundlagen.

Benedikt XVI. zeigte sich davon überzeugt, dass all diese Herausforderungen bewältigt werden können, und zwar „dank des Glaubens und der Entschlossenheit, die euch beseelen; dank des Heiligen Geistes, der seine Hilfe denen nicht verweigert, die ihn anflehen und den Willen Gottes suchen“.