Aufwertung der Bischofssynode

Papst Franziskus wünscht mehr Mitbestimmung der Ortsbischöfe

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 413 klicks

Anlässlich der Erhebung des Untersekretärs der Bischofssynode, Fabio Fabene,  in den Bischofsstand am Dienstag, sandte Papst Franziskus einen Brief an den Generalsekretär der Bischofssynode, Kardinal Lorenzo Baldisseri, in dem er sich mehr Mitbestimmung der Ortsbischöfe in der katholischen Kirche wünschte. Er schrieb:

 „Man kann und man muss immer tiefere und authentischere kirchliche Formen zur Ausübung der synodalen Kollegialität suchen“.

Indem er an die Einführung der Bischofssynode vor fast 50 Jahren im Zug des Zweiten Vatikanischen Konzils erinnerte, appellierte Papst Franziskus, heute sei es mehr denn je nötig, „die enge Bindung mit allen Hirten der Kirche zu beleben“. Sein Wunsch sei, das „wertvolle Erbe des Konzils“ aufzuwerten. Dafür brauche er, der Bischof von Rom, die Präsenz, den Rat, die Vorsicht und die Erfahrung seiner Mitbrüder im Bischofsamt.

In seiner Predigt zum Abschluss der 6. Generalversammlung der Bischofssynode im Oktober 1983 habe bereits Johannes Paul II. „weitsichtig“ gesagt, die Bischofssynode könne bezüglich ihrer kollegialen seelsorgerischen Verantwortung noch verbessert werden und diese noch vollständiger ausgedrückt werden. Papst Franziskus schreibt, auch er habe „die Zeichen der Zeit befragt“. Die Aufgabe eines Papstes sei, allen Christus, den Sohn des lebendigen Gottes nahe zu bringen, aber er müsse auch gleichzeitig wahrnehmen, was „der Heilige Geist auf den Lippen jener hervorruft“, die an der apostolischen Gemeinschaft teilhaben würden. Nur auf diesem Weg könne die Aufgabe der kirchlichen Gemeinschaft besser verwirklicht und gefördert werden.

Mit der Erhebung des erst vor zwei Monaten zum Untersekretär der Bischofssynode ernannten Fabio Fabene in den Bischofsrang gibt Papst Franziskus ein deutliches Zeichen. Er unterstrich, er habe damit die Bedeutung der Bischofssynode aufwerten und verdeutlichen wollen. Fabene ist Kirchenrechtler und hat viel Vatikanerfahrung. Er war unter anderem Geistlicher Assistent des katholischen Frauenverbandes „Centro Italiano Femminile“ in Rom und hat mehrere Bücher über das Amt des Bischofs und des Priesters verfasst. Sein Titularbistum ist Acquapendente.