Augsburg: Telefonseelsorge

Fast fünfzehntausend Gespräche im letzten Jahr

Augsburg, (Bistum Augsburg) | 203 klicks

Bei der ökumenischen Telefonseelsorge haben im vergangenen Jahr wieder zahlreiche Menschen Hilfe und Beratung gefunden. Insgesamt wurden rund 15.000 Gespräche entgegengenommen: 70 Ehrenamtliche – darunter 60 Frauen und zehn Männer – haben in nahezu 2000 Schichten rund um die Uhr Gespräche am Telefon geführt. Das Angebot besteht 24 Stunden am Tag. Im Durchschnitt dauern die Telefonate rund 22 Minuten, täglich werden etwa 27 solcher Gespräche geführt, dazu kommen noch über 15 Kontakte pro Tag, die von kürzerer Dauer sind. Den vollständigen Jahresbericht 2013 mit allen Zahlen und Fakten können Sie direkt hier als PDF herunterladen. Weitere Informationen zur Einrichtung finden Sie unter folgendem Link.

Die Probleme der Anrufer sind vielschichtig, betont Diakon Franz Schütz, Leiter der Telefonseelsorge in Augsburg: „Bei den meisten Gesprächen, die wir letztes Jahr geführt haben, ging es um Beziehungsprobleme, vermehrt dabei um familiäre Probleme. Mehr Anrufer haben sich im vergangenen Jahr auch aufgrund psychischer Erkrankungen an uns gewendet, zum Beispiel Depression oder Borderline.“ Erschreckend sei auch die gestiegene Zahl von Anrufern, die alleine leben. Mittlerweile seien das bereits 58 Prozent. Die Gruppe der 40-60-Jährigen sei die Altersgruppe, die am häufigsten Rat suche, so Schütz. 

Eine noch schnellere und effektivere Beratung ermöglicht ein neues Routingsystem, das im Juli eingeführt wurde. Anrufer können dadurch noch schneller zu einem freien Mitarbeiter am Telefon durchgestellt werden. Während bisher vor allem Hilfesuchende aus dem Bistumsgebiet das Seelsorgeangebot genutzt haben, ist die Telefonseelsorge in Augsburg nun auch mit den Einrichtungen in Ingolstadt und Passau vernetzt.

Ein Wechsel im Leitungsgremium der Augsburger Telefonseelsorge hat sich letztes Jahres im November ergeben: Nach dem Tod von Dompfarrer Prälat Josef Heigl im Februar hat der neue Dompfarrer Armin Zürn den Vorsitz im Leitungsgremium der Telefonseelsorge übernommen. Er hat damit die Nachfolge von Prälat Heigl angetreten, der dort jahrelang als Vorsitzender tätig war.

Die Personal- und Betriebskosten der Ökumenischen Telefonseelsorge werden von der Diözese Augsburg mit 75 Prozent und dem Diakonischen Werk mit 25 Prozent getragen.

Die kommunalen Zuschüsse und Spenden der Stadt Augsburg, des Bezirks Schwaben, der Landkreise Augsburg und Aichach-Friedberg sowie zahlreicher Spender decken die Kosten für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter ab.

(Quelle: Webseite des Bistums Augsburg)