Augsburger wählen verfolgte Christen

Ökumenisches Gebet im Dom am gestrigen Wahlsonntag

München, (KIN) | 308 klicks

Über 400 Christen unterschiedlicher Konfessionen haben sich am Sonntagabend auf Einladung des weltweiten katholischen Hilfswerks "Kirche in Not" im Augsburger Dom zum Gebet für ihre Glaubensgeschwister im Nahen Osten versammelt. Domdekan Bertram Meier, der im Bistum Augsburg für Mission, Entwicklung und Frieden zuständig ist, leitete die ökumenische Kreuzweg-Andacht. Ehrengast war der Generalbischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Anba Damian, der über die Situation der Christen in Ägypten berichtete.

In seiner Eröffnungsansprache erklärte Meier den drängenden aktuellen Bezug des Gebetsabends: "So traurig es ist, aber es stimmt: Es gibt Gebiete, wo Christen gefährdet sind. Wer sich als Christ bekennt, der lebt gefährlich." Dies zeige sich aktuell besonders im Nahen Osten. Dort sei "für zahllose Christen Religionsfreiheit nur ein Traum". Meier forderte mehr Engagement für diskriminierte und verfolgte Christen weltweit: "Religionsfreiheit ist ein Grundrecht für jeden und alle Menschen", betonte er. "Wir Christen fordern es ein – nicht nur für uns selbst, sondern für alle, die ihren Weg mit Gott gehen wollen."

Bereits zum fünften Mal veranstaltete "Kirche in Not" in diesem Jahr den "Kreuzweg für die verfolgte Kirche" in Augsburg. Am Nachmittag hatte die katholische Diözese Augsburg bereits zusammen mit dem evangelisch-lutherischen Dekanat der Stadt, der Evangelischen Allianz, dem Mesopotamien Verein und dem Suroye Kultur- und Sportverein zu einer Kundgebung auf den Rathausplatz eingeladen. Unter dem Titel "Glaube braucht Bekenntnis. Bedrängte und verfolgte Christen brauchen unsere Hilfe" demonstrierten die über 400 Teilnehmer gemeinsam am Sonntag der Landtagswahl für mehr politisches Engagement für verfolgte und diskriminierte Christen weltweit. Der Schirmherr der Veranstaltung, Oberbürgermeister Kurt Gribl, versicherte den Teilnehmern, ihr Anliegen weiter in den politischen Diskurs einbringen zu wollen. In einem Schweigemarsch zogen die Demonstranten nach der Kundgebung in den Dom, um dort gemeinsam den Kreuzweg für die verfolgte Kirche zu beten.

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"Kirche in Not" ist eine päpstliche Stiftung, die weltweit die Seelsorge unterstützt. Ein Schwerpunkt ist dabei die Hilfe für verfolgte und unterdrückte Christen. Aktuell unterstützt das Hilfswerk beispielsweise die syrischen Flüchtlinge im Libanon und Jordanien. Es legt außerdem regelmäßig eine Dokumentation über die Situation von Christen in aller Welt vor. Sie trägt den Titel "Christen in großer Bedrängnis" und kann auf www.kirche-in-not.de/shop oder im Münchner Büro des Hilfswerks unentgeltlich bestellt werden:

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