Ausdrückliches "Nein" zur Sterbehilfe

Malteser fordern mehr Information und Leistungen

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 337 klicks

Die Malteser sprechen sich ausdrücklich gegen Sterbehilfe aus und lehnen damit deutlich jede Hilfe durch Ärzte, Pflegekräfte oder Begleiter  bei einem Versuch eines Patienten ab, sich das Leben zu nehmen.

„Vertrauen und menschliche Nähe bieten die wirklich nötige Unterstützung in den schwierigen Phasen von Krankheit und Sterben. In keiner Situation stehen Malteser für die aktive Sterbehilfe bereit. Wenn Patienten und Angehörige wissen, dass eine bis an die Grenze der Belastbarkeit geleistete Pflege durch eine Selbsttötung beendet werden kann, entsteht ein großer Druck auf den Patienten, um den Angehörigen einen Gefallen zu tun! Da kann von freier Entscheidung des Patienten, sein Leben zu beenden, nicht mehr die Rede sein,“ erklärte Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, Präsident des Malteser Hilfsdienstes, und fügte hinzu: „Wer über die Möglichkeit der Schmerztherapie und Hospizarbeit informiert ist und sie angeboten bekommt, wünscht selten aktive Sterbehilfe.“

Deshalb seien eine umfassende Begleitung und Information grundlegend. Wichtig sei es, ein enges Vertrauensverhältnis zwischen dem Patienten und dem medizinischen Personal aufzubauen. Auch die Politik ist gefordert: „Die Politik muss deutlich mehr tun, um die Bevölkerung über die Palliativmedizin und Hospizbegleitung zu informieren und die Leistungen ausbauen. Aufklärungsarbeit in großem Stil ist nötig“, so Brandenstein.