Ausschluss von Bischof Richard Wiliamson aus der Priesterbruderschaft Pius X.

Als Grund wird der Verstoß gegen Respekt und Gehorsam angeführt

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ROM, 26. Oktober 2012 (ZENIT.org).- Die Priesterbruderschaft Pius X. hat in einer Stellungnahme bestätigt, dass Bischof Richard Williamson von der radikal-traditionalistischen Gesellschaft aufgrund seiner Weigerung, seinen gesetzlich Vorgesetzten gegenüber Respekt und Gehorsam zu zeigen, ausgeschlossen wurde.

Laut dem Kommuniqué wurde die Entscheidung der von Marc Lefebvre gegründeten Bewegung vom Generaloberen Bischof Bernard Fellay getroffen.

Der Heilige Stuhl hatte sich jahrelang dem Versuch einer Aussöhnung der Bruderschaft mit der römischen Kirche in Rom gewidmet. Papst Benedikt XVI. hob die auf vier Bischöfe, unter anderem Williamson, angewandte Exkommunikation nach der von Lefebvre ohne Erlaubnis von Rom erfolgte Priesterweihe wieder auf.

Die Lage hatte sich aufgrund der Tatsache, dass ein Interview mit Williamson, in dem dieser den Holocaust geleugnet hatte, am selben Tag der Aufhebung der Exkommunikation veröffentlicht worden war. Laut dem „Catholic Herald“ bat Bischof Williamson Papst Benedikt XVI. um Vergebung, nahm seine Aussage jedoch nicht zurück. Bischof Fellay verbot dem Prälaten später das Tätigen weiterer öffentlicher Aussagen.

In dem Pressekomuniqué wurde die Entscheidung als ein für das Wohl der Gesellschaft nötiger Schritt bezeichnet. Dies war folgendermaßen im Wortlaut nachzulesen: „Diese schwierige Entscheidung ist im Hinblick auf das allgemeine Wohl der Gesellschaft des hl. Pius X. und dessen rechte Führung im Sinne von Erzbischof Lefebvre erforderlich, der folgenden Umstand kritisiert hätte: ‚Dabei handelt es sich um eine Zerstörung der Autorität. Wie kann Autorität ausgeübt werden, wenn alle Mitglieder zur Teilnahme an der Ausübung der Autorität aufgerufen werden müssen?‘“

[Übersetzung des englischen Originals von Sarah Fleissner]