Ausstellung in Münchner Bank zeigt mobile Kirchen

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MÜNCHEN, 4. Januar 2010 (ZENIT.org).- Mit einer Ausstellung in München feiert das weltweite katholische Hilfswerk "Kirche in Not" das 60-jährige Bestehen seiner Aktion "Fahrzeuge für Gott". Im Jahr 1950 hatte Pater Werenfried van Straaten, der Gründer des Hilfswerks, die ersten beiden "Kapellenwagen" eingeweiht, zu kleinen Kirchen umgebaute Autobusse, mit denen die Seelsorge unter den deutschen Heimatvertriebenen aufrechterhalten werden sollte. Insgesamt waren im Laufe der Jahre 35 dieser "fahrenden Kirchen" im Einsatz.

Jede einzelne ist vierzehn Meter lang, drei Meter hoch und fünf Tonnen schwer. In der Tradition dieser "Kapellenwagen" weitete "Kirche in Not" in den darauf folgenden Jahrzehnten seine motorisierte Unterstützung für die weltweite Seelsorge immer mehr aus. Priester, Ordensschwestern und Laien in entlegenen Gebieten wurden mit Autos, Booten, Motorrädern, Fahrrädern und manchmal sogar Eseln ausgestattet, um ihre pastoralen Aufgaben erfüllen zu können.

Ein Höhepunkt in der sechzigjährigen Geschichte der "Fahrzeuge für Gott" war zum Beispiel eine siebzig Meter lange "schwimmende Kirche" auf der Wolga, die "Kirche in Not" 2004 finanzierte. In Deutschland ist heute auch das "Beichtmobil" unterwegs, ein zum Beichtstuhl umgebauter VW-Bus, in dem katholische Geistliche Seelsorgegespräche anbieten.

Einen Überblick über diese vielfältige Geschichte der "Fahrzeuge für Gott" gibt die Ausstellung von "Kirche in Not", die am Montag, den 11. Januar, um 17 Uhr in der Münchner Filiale der Liga Bank in der Luisenstraße 18 eröffnet wird. Neben der Geschäftsführerin von "Kirche in Not" Karin Maria Fenbert wird als Zeitzeuge der emeritierte Limburger Weihbischof Gerhard Pieschl aus erster Hand über seine Erlebnisse mit den "Kapellenwagen" berichten. 

Die Eröffnungsfeier ist öffentlich, der Eintritt ist frei. Die Ausstellung ist drei Wochen lang bis zum 29. Januar 2010 während der üblichen Bürozeiten geöffnet. (mk)