Ausstellung "Karl der Große und die Schweiz" im Zürcher Landesmuseum

Rund 200 Exponate noch bis 2. Februar 2014 ausgestellt

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 308 klicks

Das Landesmuseum Zürich zeigt noch bis zum 2. Februar 2014 eine Ausstellung über Karl den Großen (748-814). Anlass ist der 1.200. Todestag des karolingischen Herrschers, der im Jahr 800 von Papst Leo III. im Petersdom zum Kaiser gekrönt wurde.

In der umfassenden kulturhistorischen Ausstellung „Karl der Große und die Schweiz“ im Landesmuseum Zürich soll der Figur Karls des Großen nachgespürt und herausgearbeitet werden, welche Reformen der Herrscher auf den Gebieten Bildung, Kunst, Architektur und Religion herbeiführte. Rund 200 Leihgaben aus der Schweiz und dem Ausland vervollständigen das Panorama.

Allein zwischen 750 und 900 Bauten aus karolingischer Zeit sind in der Schweiz erhalten. In der Ausstellung geben kostbare Handschriften, Elfenbein- und Goldschmiedearbeiten und Textilien für den liturgischen Gebrauch einen Eindruck von der kulturellen Blüte unter der Herrschaft Karls des Großen.

Vor allem das Kloster St. Gallen erlangte große Berühmtheit für sein Skriptorium und seine Stiftsbibliothek, zu deren Bestand kostbarste Handschriften zählen. Unter den Exponaten befindet sich auch eine Handschrift aus dem Besitz des Churer Bischofs Remedius aus der Zeit um 800, die im Kloster St. Gallen erstellt und mit kostbaren Ausmalungen versehen wurde.

Karl der Große, der in seinem Herrschaftsgebiet Pfalzanlagen und Klöster errichten ließ, soll im Jahr 788 einige Tage in der Abtei Saint-Maurice in der Schweiz verbracht haben. Auf dem Hin- und Rückweg von Rom soll er hier Halt gemacht haben. Auch in Genf und eventuell in Zürich soll sich der Herrscher aufgehalten haben. Das Kloster St. Johann in Müstair soll ebenfalls auf eine Gründung Karl des Großen zurückgehen.