Ausstellung zur Christenverfolgung auf dem Weltjugendtag

Jugendliche für Religionsfreiheit sensibilisieren

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Von John Newton

Auf die Verfolgung von Christen macht eine Ausstellung aufmerksam, die als Teil des kulturellen Programms des Weltjugendtages 2011 organisiert wurde.

Die Foto- und Multimedia-Ausstellung „Verfolgte Christen heute“ ist in der Hofkirche des hl. Hieronymus in Madrid vom 15. bis 21. August zu sehen. Am 12. August fand bereits eine Vorschau statt.

Die Ausstellung wurde von der internationalen katholischen Hilfsorganisation „Kirche in Not“ organisiert.

Javier Fariñas, Pressesprecher von „Kirche in Not“ Spaniens, kommentierte: „Viele Menschen überrascht die Tatsache, dass in vielen Ländern, das freie Leben des Glaubens, noch als Straftat geahndet wird.

Das beeindruckende Zeugnis von Menschen, die weiterhin in ihrem Land und in ihrer Heimat trotz Feindschaft, Gewalt, Diskriminierung, Hohn und Spott leben und trotz allem, was sie wegen ihres christlichen Glaubens ertragen müssen, ist ein Auftrag an uns.

Was würde ich tun, wenn ich unter den gleichen Bedingungen wie sie zu leben hätte?“

Die Ausstellung von „Kirche in Not“ erzählt die Lebensgeschichte von 15 Märtyrern der letzten 50 Jahre und schildert drei Beispiele für Verfolgung, die in den größeren Medien Beachtung gefunden hatten.

Diese Angriffe gegen Christen fanden in Gojra in Pakistan, im indischem Bundesstaat Orissa und in Tibhirine in Algerien statt.

Die Ausstellung zeigt auch kurze audiovisuelle Präsentationen aus Nigeria, China, Sudan, Kuba und dem Irak.

Daneben werden die Besucher eingeladen, für verfolgte Christen zu beten.

Amparo Llobet von „Kirche in Not“, die die Ausstellung organisiert hat, erklärte: „Das Gebet ist einer unserer Grundpfeiler. Wir möchten den Jugendlichen die Notwendigkeit des Fürbittgebets für den Rest der Kirche nahebringen.“

Sie fügte hinzu: „Wir möchten einen Dialog mit den Jugendlichen beginnen, damit sie uns kennen lernen und wissen, was „Kirche in Not“ ist, und die verschiedenen Möglichkeiten kennen lernen, wie sie der Kirche auf der ganzen Welt helfen können.

Es geht uns um eine Sensibilisierung, Bewusstseinsbildung und darum, den Jugendlichen zu helfen, sich in der Frage der Religionsfreiheit und der Verfolgung der Kirche einzusetzen.“

Am 16. und 17. August wird es besondere Veranstaltungen mit Personen geben, die über ihre persönlichen Erfahrungen der Situation von Christen im Irak, Kuba und im Sudan sprechen werden.

Dazu gehört der 37-jährige Pater Jorge Naranjo aus Madrid, der in Port Sudan, Khartoum und Omdurman im Sudan tätig war.

Pater Naranjo berichtete: „Christ zu sein, bedeutet, Nachteile zu haben. Es ist schwierig, Arbeit zu bekommen, ein Stipendium zu erhalten. ... Es ist praktisch unmöglich, die Erlaubnis für den Bau einer Kirche zu bekommen, auch wenn die Zahl der Christen in jener Region groß ist.“

Jedoch könne die Verfolgung die Christen „entdecken lassen, dass der Glaube ein wahrer Schatz ist, der dem Leben seine ganze Ausrichtung gibt, und dass die größte Freude darin liegt, ihn zu teilen.

Derjenige, der den Glauben trotz der Schwierigkeiten bewahrt, vertieft ihn und baut seine Identität auf eine festere Grundlage.“

Die Ausstellung „Verfolgte Christen heute“ ist in der Kirche des hl. Hieronymus (San Jerónimo el Real, Calle Moreto, 4, 28014 Madrid) vom 15.bis 21. August täglich von 10.00 bis 21.00 Uhr zu sehen.

ZENIT-Übersetzung des englischen Originals