Australien: Ordinariat für ehemalige Anglikaner bis Ostern errichtet

Bischöfe arbeiten mit Vatikan an strukturellem Aufbau

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SYDNEY, Australien, 2. Dezember 2010 (ZENIT.org).- Die Errichtung eines Personalordinariats für ehemalige Anglikaner, wie es die apostolischen Konstitution „Anglicanorum coetibus" vorsieht, könnte bis Ostern in Australien erfolgen, erklärte ein Vertreter der Landesbischöfe.

Bischof Peter Elliott, Weihbischof von Melbourne und Delegierter der Australischen katholischen Bischofskonferenz für den Beistand der Anglikaner, die der Kirche beitreten wollen, sagte gegenüber der katholischen Wochenzeitschrift von Sydney, dass die australischen Bischöfe hofften, einem „ähnlichen Zeitplan" folgen zu können wie die Bischöfe von England und Wales, aber dass sie vielleicht noch ein paar Monate länger bräuchten.

Die Apostolische Konstitution „Anglicanorum coetibus", die vor einem Jahr veröffentlicht wurde, bietet Gruppen von Anglikanern die Möglichkeit, zur katholischen Kirche durch die Schaffung von Personalordinariaten beizutreten, einer neuen Art kanonischer Struktur.

Die Konstitution legt dar, dass diese Gemeinden einige Elemente ihrer liturgischen und spirituellen Traditionen beibehalten können, während sie ganz in Verbundenheit mit dem Papst stehen.

Die Bischöfe von England und Wales kündigten Anfang November an, dass ein Ordinariat dort frühestens im Januar errichtet werden würde. Fünf anglikanische Bischöfe haben ihre Absicht angekündigt, diesem beizutreten, sobald es bestehe. Das Ordinariat in England und Wales werde als erstes seinesgleichen errichtet werden.

Über die Situation in Australien sagte Bischof Elliot, dass die Bischöfe mit dem Vatikan daran arbeiteten, und sie hofften, dass es bis Ostern oder Pfingsten gewisse Gemeinden für das Ordinariat gebe, sowie ehemalige anglikanische Geistliche, „die sich im Privaten ausgesöhnt haben und zu Priestern geweiht wurden und nun darauf warten, ihre ehemaligen anglikanischen Gläubigen empfangen zu können".

Der Bischof erklärte, dass sie sich sehr eng an die Ausarbeitungen in England und Wales hielten, dass in Australien das Ordinariat jedoch eher klein sein werde. Er ist dennoch der Ansicht, dass, wenn die Struktur erst einmal geschaffen worden sei, „eine viel größere Zahl von Menschen angezogen werde".

„Man kann nicht erwarten, dass die Menschen etwas beitreten, das sie nicht sehen können", aber im nächsten Jahr werde es anders aussehen, ist der Bischof überzeugt.