Australische Bischofskonferenz veröffentlicht Broschüre zum Thema Ehescheidung

| 720 klicks

SYDNEY, 20. September 2007 (ZENIT.org).- Die australische Bischofskonferenz hat eine Broschüre veröffentlicht, die sich an jene richtet, die das Leid einer zerbrochenen Ehe erfahren haben.



Unter dem Titel „Divorce and the Catholic Church“ („Scheidung und die katholische Kirche“) stellt das Heft einen Grundriss der kirchlichen Lehre zu diesem Thema dar und bietet seelsorgerische Hilfe.

Wie schon die Druckschrift „Marriage in the Catholic Church“ („Die Ehe in der katholischen Kirche“), befasst sich auch diese Publikation in Frage-Antwort-Form mit höchst aktuellen Themen: Warum ist die Ehe für die Kirche so wichtig? Ist sie stets „auf ewig“? Warum haben manche Paare das Gefühl, dass es ihnen nicht mehr möglich ist, ihre Ehe zu „leben“? Wie sollten die Eheleute auf die Herausforderungen, die die Ehe mit sich bringt, reagieren?

Die Broschüre erklärt eingehend die Möglichkeiten und den Prozess der Annullierung einer Ehe und erörtert die Frage, ob geschiedene Personen weiterhin die heilige Kommunion empfangen dürfen.

Der Vorsitzende der Bischöflichen Pastoralkommission in Australien, Bischof Eugene Hurley, wies bei der Vorstellung darauf hin, dass die neue Broschüre dem pastoralen Bedürfnis jener Katholiken entgegenkomme, die vor den Scherben ihrer Ehe stehen.

„Das Zerbrechen einer Ehe ist für alle Beteiligten immer sehr traurig und qualvoll. Niemand bleibt vom tiefen Schmerz unberührt, den die Angehörigen oder auch die Freunde jener Menschen erfahren, deren Ehe zerbrochen ist.“

In der Einleitung erklären die Bischöfe, dass die Verletzungen und Sorgen größer würden, wenn noch ein weiteres Sakrament – die heilige Eucharistie – betroffen sei.

„Als Kirche tragen wir die Verantwortung, die großartige Lebensweise, zu der wir alle berufen sind, zu entwickeln, und dabei von ganzem Herzen auf die Vielschichtigkeit zwischenmenschlicher Beziehungen und Handlungen einzugehen. Das ist nicht einfach, und – da wir Menschen sind – gelingt es uns manchmal nicht“, führte Bischof Hurley aus.

Die Broschüre wolle „einige der Grundsätze erörtern, die der Position der Kirche zu den Themen Scheidung, Wiederverheiratung und Eucharistie zugrunde liegen. Wir hoffen, dass sie allen Ermutigung und Leitung bieten wird, die mit dem Schmerz einer Scheidung ringen und vor allem mit den daraus resultierenden Folgen für ihr Leben als Glieder des Leibes Christi, der Kirche.“