Auszeichnung für Dramatiker-Ehepaar Tankred Dorst und Ursula Ehler-Dorst

Verleihung des „Kunst- und Kulturpreis der deutschen Katholiken“ am 15. November

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BONN, 4. November 2008 (ZENIT.org).- Der mit 25.000 Euro dotierte Kunst- und Kulturpreis der deutschen Katholiken geht in diesem Jahr an das Dramatiker-Ehepaar Tankred Dorst und Ursula Ehler-Dorst. Beide Autoren werden die Auszeichnung am 15. November im Casino Zollverein (Essen) persönlich aus den Händen des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, und des Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, entgegennehmen.



Die Autoren werden nach Angaben der Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz selbst aus ihrem Werk rezitieren. Die Laudatio hält die Theaterwissenschaftlerin Prof. Dr. Gabriele Brandstetter von der Freien Universität Berlin. Gesangssolisten und ein Kammerorchester der Essener Philharmoniker („Orchester des Jahres“ 2008) werden Bühnenmusik zum Werk der Preisträger szenisch aufführen. Im Anschluss an die Preisverleihung findet ein Empfang mit Umtrunk und Imbiss statt.

Tankred Dorst und Ursula Ehler-Dorst gehören zu den bekanntesten und produktivsten Theaterautoren Deutschlands. Sie schrieben gemeinsam mehr als 30 Dramen, daneben auch zahlreiche Bühnenadaptionen, Filmskripte, Fernsehspiele, Erzählungen und Libretti. Die Theaterautoren thematisieren in ihrem Werk das Dasein auf der Erde als ursprünglichem Paradies, das der Mensch durch eigene Schuld immer wieder verliert, weil er es gefährdet und zerstört. Der Schrei des Menschen nach dem verborgenen Gott setzt die Existenz Gottes voraus und verhallt nicht ungehört – so wird es etwa in den berühmten Dramen „Merlin oder das wüste Land“ (1981) oder „Korbes“ (1988), deutlich.

Der Kunst- und Kulturpreis der deutschen Katholiken ist der wichtigste Preis des katholischen Kultursektors. Er wird im Abstand von zwei bis vier Jahren „für herausragende künstlerische und kulturelle Leistungen“ vergeben. Vorangegangene Preisträger waren etwa Andrzej Szczypiorski, Theo Angelopoulos und Gerhard Richter.

Der Preis will einen Beitrag zur Förderung der Begegnung von Kirche und moderner Kultur leisten. Das kulturelle Bewusstsein in der Kirche soll geschärft und die religiöse Dimension in der pluralistischen Kultur der Gegenwart gestärkt werden.