Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement Jugendlicher

Bewerbung für Heinz-Westpahl-Preis bis zum 2. September 2013

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 572 klicks

Besonderen und ehrenamtlichen Einsatz junger Menschen in den Blickpunkt zu rücken und auszuzeichnen, ist das Ziel des „Heinz-Westphal-Preises“, der alle zwei Jahre vom Deutschen Bundesjugendring und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verliehen wird. Bewerben können sich noch bis zum 2. September 2013 Gruppen oder Initiativen aus Jugendverbänden, Jugendringen oder sonstigen Institutionen der Jugendarbeit in Deutschland, die ein Projekt von besonderer gesellschaftlicher Relevanz ins Leben gerufen haben. „Was ist eure Idee? Und warum ist sie herausragend? Wie wurde das Projekt umgesetzt? Und welche Auswirkungen hatte das? Was ist die Erkenntnis aus dem Projekt? Und was können andere daraus lernen?“, sind die maßgeblichen bei der Bewerbung zu beantwortenden Fragen.

Mit der Initiative greifen die Preisverleiher die Idee Heinz Westphals (1924-1998), dem Gründer des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR), „Jugend braucht Demokratie – Demokratie braucht Jugend“ auf. Der Austausch mit Jugendlichen und das Engagement für Jugendliche war für Westphal auch während seiner politischen Karriere als Mitglied der Bundesregierung bestimmend. Westphals Einsatz für die freiheitlich-demokratische Grundordnung erklärt sich nicht zuletzt mit seinen Erfahrungen während der NS-Zeit: Sein Vater starb im Konzentratioslager, er selbst musste das Gymnasium ohne Abschluss verlassen. Westphal war der Ansicht, dass Jugendliche für die Demokratie begeistert werden müssten.

Der „Heinz-Westphal-Preis“ zeichnet deshalb das Engagement Jugendlicher aus, das in besonderer Weise dem Gemeinwohl zugutekommt. Dabei handelt es sich um Projekte, in die Kinder und Jugendliche sich leicht einbringen können, bei denen gesellschaftliche und soziale Brücken geschlagen und Vorurteile abgebaut werden. Die Projekte sollen zu einer Veränderung vor Ort führen oder auf innovative und kreative Art einen ermittelten Bedarf decken. Die Bedeutung und Qualität der ehrenamtlichen Arbeit soll gefördert und weiter ausgebaut werden.

An den Projekten wird deutlich, dass Jugendliche sich im sozialen Bereich, in der Politik, in der Kultur oder im Sport engagieren und mit ihren Ideen zur erforderlichen Aktualisierung und Modernisierung beitragen können. Eigenverantwortlich lernen sie, „demokratische Idee mit neuem Leben füllen“.

Gewinner des Ersten Preises im Jahr 2011 war „Postkult e.V.“, ein Projekt, das „sich seit mehr als drei Jahren mit verschiedenen kulturellen und sozialen Aktivitäten für eine beteiligungsoffene und jugendgerechte Stadtentwicklung im Stadtteil Halle-Glaucha einsetzt. Ehrenamtlich wurden mehrere Projekte initiert, die den Anwohnern/-innen des Viertels eine Möglichkeit zur Mitgestaltung ihres direkten Lebensumfeldes eröffnen. Dabei wurden vor allem Leerstände und Brachflächen genutzt.“

Weitere Informationen zur Bewerbung für den mit insgesamt 15.000 Euro dotierten „Heinz-Westphal-Preis“ können dieser Seite entnommen werden.