Bamberger Symphoniker spielen auf: Konzert zur Ehren Benedikts XVI.

1000-Jahr-Jubiläum der Erzdiözese Bamberg in Rom

| 1026 klicks

ROM, 4. September 2007 (ZENIT.org).- Anlässlich der Diözesanwallfahrt des Erzbistums Bamberg nach Rom führten die Bamberger Symphoniker unter der Leitung von Chefdirigent Jonathan Nott am Dienstag, dem 4. September, um 18.00 Uhr zu Ehren Papst Benedikts XVI. die siebte Symphonie von Ludwig van Beethoven und die fünfte Symphonie von Franz Schubert auf.



Die Pilger und die Musiker aus Bamberg unterbreiteten dem Heiligen Vater dieses gemeinsame Geschenk im Innenhof des Apostolischen Palastes von Castel Gandolfo im Rahmen der Wallfahrt zum 1000-jährigen Gründungsjubiläum der Diözese.

Für Erzbischof Schick ist dieses Geschenk an Benedikt XVI. von besonderer Bedeutung, da die Diözese Bamberg vom damaligen Papst Johannes XVIII. gegründet worden ist.

Insgesamt 452 Gläubige nehmen an der Wallfahrt teil. Die Pilger erreichten Rom am 31. August mit einem Sonderzug. Der offizielle Beginn der Wallfahrt wurde mit einer Heiligen Messe in der Bischofskirche von Rom, der Basilika des heiligen Johannes im Lateran – „Mutter aller Kirchen der Stadt und des Erdkreises“ – eingeleitet. In seiner Predigt erinnerte Erzbischof Schick an die Gründung des Bistums Bamberg im Jahr 1007 durch Papst Johannes XVIII. Die Gründungsurkunde, so Schick, sei gerade im Lateran unterzeichnet worden. Der Erzbischof brachte den Wunsch zum Ausdruck, dass durch die Wallfahrt die drei Ziele des Bistumsjubiläums gefördert würden: die Stärkung des Glaubens, das Leben der Gemeinschaft und die Bereitschaft, für die Menschen da zu sein.

Der Sonntagvormittag stellte einen der Höhepunkte der Pilgerreise dar. Die Bamberger Gemeinde feierte die Heilige Messe im Petersdom am Altar der „Kathedra“. Die „cathedra Petri“ in der Apsis des Domes ist einer der Mittelpunkte der Begräbniskirche des Apostelfürsten.

Die Kathedra, das heißt der „Bischofsstuhl“, ist ein einziger großer Reliquienschrein, in dem der Tradition nach der Stuhl Petri verwahrt ist, als dieser Bischof von Rom war. Die „cathedra Petri“ symbolisiert die herausragende Stellung des Apostelfürsten und seiner Nachfolger und stellt bildlich die Aufgabe des unfehlbaren Lehramtes des Stellvertreters Christi auf Erden dar. Vier Kirchenväter zeigen auf den Thron Petri, der von der Herrlichkeit Gottes im Licht der Taube des Heiligen Geistes erleuchtet wird: Augustinus und Ambrosius für die Westkirche, Athanasius und Chrysostomus für die Ostkirche.

Erzbischof Schick bezeichnete den Petersdom als eine „Symphonie der Heiligen“ und forderte die Pilger dazu auf, diesen besonderen Ort zum Anlass zu nehmen, selbst heilig zu werden. Die Predigt zum Festgottesdienst im Petersdom hielt der Präsident des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaften, Prälat Walter Brandmüller, selbst Priester der Erzdiözese Bamberg. Der Kirchenhistoriker erinnerte die Gemeinde daran, dass der Sinn des Jubiläumsjahres darin bestehen sollte, unter eine Zeit der Wirrnis und des persönlichen Zweifelns einen Schlussstrich zu ziehen. Das Wesentliche sei, dass das Jubiläum dem Glauben neue Impulse gebe.

Der Gottesdienst am Montag fand in der Kirche Santa Sabina auf dem Aventin statt. Weihbischof Werner Radspieler ermunterte in seiner Predigt die Gläubigen dazu, mit ihrem Handeln den Glauben zu bezeugen, um so zu glaubhaften Verkündern des Wortes Gottes zu werden.

Santa Sabina wurde zwischen 422 und 432 an der Stelle des Hauses der im Jahr 125 gestorbenen Märtyrerin Sabina errichtet. Sie gehört zu den ältesten Kirchen der Stadt. Im Jahr 1222 schenkte Papst Honorius III. die Kirche dem heiligen Dominikus und dem von ihm gegründeten Dominikanerorden. In Santa Sabina fand die Begegnung von Franziskus von Assisi und Dominikus, den beiden Gründern der großen mittelalterlichen Bettel- und Predigerorden, statt.

Die Gottesdienste wurden von Sängern der Bamberger Domkantorei unter der Leitung von Domkapellmeister Werner Pees und einem Bläserquartett musikalisch gestaltet.

Die 300 zum Konzert in Castel Gandolfo zugelassenen Pilger wurden mittels Losverfahren ausgewählt. Den letzten Höhepunkt der Wallfahrt bildet am morgigen Mittwoch die Teilnahme an der Generalaudienz mit Papst Benedikt XVI. auf dem Petersplatz. Am Donnerstag (6. September) werden die Bamberger Wallfahrer dann wieder mit einem Sonderzug in ihre Heimat zurückkehren.

Das Bayerische Fernsehen begleitet die Diözesanwallfahrt mit seinen Programmen am Montag und von Mittwoch bis Freitag. Die „Abendschau Franken“ überträgt das „Reisetagebuch“ der Jubiläumswallfahrt von 18.30 bis 18.45 Uhr.