Bangladesch: Katholisches Seminar aus "unbekannten Gründen" angegriffen

Die Polizei wurde informiert und der Bischof, Sebastian Tudu von Dinajpur, wird Anzeige erstatten

Rom, (Fides) | 344 klicks

Das katholische Seminar „Jisu Dhyana Niloy“ in der Diözese Dinajpur im Norden von Bangladesch wurde gestern Nachmittag von einer Gruppe einheimischer Muslime überfallen. Dies Bestätigt Bischof Sebastian Tudu von Dinajpur, im Gespräch mit dem Fidesdienst. Er sei „bestürzt“, da „es keine Motiv für diese Tat“ gebe. Mitglieder einer lokalen muslimischen Gruppe brachen die Tür des Seminars auf und dangen in das Gebäude ein, wo sie Einrichtungsgegenstände verwüsteten und rund 25 Seminaristen verprügelten, die sich im Gebäude befanden, die dabei leicht verletzt wurden. Die Polizei wurde unterdessen informiert, und der Bischof wird Anzeige erstatten. Der Rektor des Seminars, Pfarrer George Gomes, ließ die Seminaristen vorübergehend an einem anderen Ort unterbringen.

Wie der Bischof betont, war es kurz vor dem Überfall auf das Seminar in einem benachbarten Dorf zu einem Streit zwischen muslimischen Familien und Tribalen gekommen. Nach dem Streit machten sich die Muslime ohne offensichtlichen Grund auf den Weg zum Priesterseminar. Die katholische Kirche engagiert sich nach Aussage des Bischofs in der Diözese „insbesondere im Bereich der menschlichen Förderung und der Bildung sowie der Entwicklung der tribalen Völker“. Im Jahr des Glaubens wurden in der Diözese Dinajpur zwei neue Pfarreien und zwei katholische Gemeindezentren eröffnet. Der Bischof wünscht sich eine „friedliche Beilegung von Streitigkeiten durch den Dialog damit der Frieden in unserer Region erhalten bleibt.“

Das „Jisu Dhyana Niloy“-Seminar ist ein so genanntes propädeutisches Seminar, das Schülern, die ein Kleines Seminar besucht haben, die Möglichkeit bietet, ihre Bildung und Berufung zu vertiefen, bevor sie in das Priesterseminar eintreten. Es wird jedes Jahr von rund 20 Schülern aus allen Diözese des Landes besucht, die hier eine menschliche, psychologische und geistliche Begleitung erhalten. In den vergangenen Jahren wurde das Seminar auch vom Päpstlichen Apostel-Petrus-Werk unterstützt, dass jährlich rund 900 Seminare bezuschusst.

(Quelle: Fidesdienst, 07/06/2013)