Baptistischer Weltbund bei Bischofssynode: Jesus Christus erlöst uns allein durch die Gnade

Rev. Dr. Timothy George, Dekan der Beeson Divinity School of Samford University" (USA), spricht vor der Bischofssynode

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VATIKANSTADT, 18. Oktober 2012 (ZENIT.org). – Drei Aspekte der Neuevangelisierung hat der Dekan der „Beeson Divinity School of Samford University" (USA), Rev. Dr. Timothy George, in seiner Ansprache während der 14. Generalkongregation der Bischofssynode am Dienstag, dem 16. Oktober, hervorgehoben: den Glauben an den Dreifaltigen Gott, das biblische Gebot zur Einheit der Christen und die Religionsfreiheit.

[Wir veröffentlichen den zusammengefassten Redebeitrag in einer Arbeitsübersetzung des Heiligen Stuhls:]

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Als Bruderdelegierter und in Vertretung des Baptistischen Weltbunds, der circa 42 Millionen Christen umfasst, die dem Herrn in 177.000 Kirchen in 120 Ländern dienen, möchte ich drei Aspekte der neuen Evangelisierung besonders hervorheben.

Erstens, die Baptisten bekennen, wie alle Christen, einen tiefen Glauben an den einen und dreifaltigen Gott, der uns an seinem göttlichen Leben teilhaben lässt durch Jesus Christus, den großen Evangelisierer, und der uns allein durch seine Gnade erlöst. Getrennt von dieser grundlegenden trinitarischen Realität würden alle unser Programme und Projekte keine Frucht bringen können.

Zweitens, gibt es ein biblisches Gebot zur Einheit der Christen, weil die Ökumene nie dem Selbstzweck dient, sondern im Dienste der Evangelisierung steht. Jesus betete zum Vater im Himmel, damit die Gläubigen alle eins seien, „damit die Welt glaubt” (Joh 17,21). Ein Beispiel für dieses Einssein ist der Bericht über den internationalen Dialog zwischen Baptisten und Katholiken, der demnächst veröffentlicht werden wird, “Das Wort Gottes im Leben der Kirche”.

Drittens, im Laufe der Geschichte waren die Baptisten immer eifrige Verkünder der Religionsfreiheit für alle Menschen. Diese Freiheit beruht nicht auf sozialen oder politischen Strukturen, sondern sie kommt vom Wesen Gottes selbst und von der Art Beziehung, zu der er alle Menschen ruft.

Heute ist die Religionsfreiheit sowohl offenen, als auch versteckten Angriffen ausgesetzt. Alle Christen, die den Ruf zur Evanglisierung ernst nehmen, müssen sich engagieren und zusammenarbeiten, um diese Freiheit zu schützen und zu verbreiten.