Basilika der Jungfrau von Guadalupe (Mexiko), Pilgerstätte Nummer 1

14 Millionen Besucher im Jahr 2006

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MEXIKO-STADT, 10. Juli 2007 (ZENIT.org).- Die Basilika Unserer Lieben Frau von Guadalupe am Fuße des Berges Tepeyac in Mexiko-Stadt war 2006 der meistbesuchte Wallfahrtsort der Welt. 14 Millionen Pilger fühlten sich zum Gnadenort hingezogen, an dem eine Darstellung Mariens aus dem 16. Jahrhundert verehrt wird, deren Entstehung auf wissenschaftlichem Weg bis heute nicht zu erklären ist.



Am 9. Dezember 1531 erschien am Stadtrand von Mexiko-Stadt die Jungfrau und Gottesmutter Maria dem 57 Jahre alten Indio Juan Diego. Sie erteilte ihm den Auftrag, zu Bischof Zumárraga zu gehen und ihn aufzufordern, ihr zu Ehren am Erscheinungsort auf dem Berg Tepeyac eine Kirche zu bauen. Hier werde sie allen helfen, die sie vertrauensvoll anrufen.

Der Bischof verlangte zur Bestätigung der Echtheit der Marienerscheinung ein Zeichen, was ihm tatsächlich gewährt wurde: Juan Diego – Papst Johannes Paul II. sprach ihn 1990 selig und 2002 heilig – fand bei seiner vierten Begegnung mit der allerseligsten Jungfrau am 12. Dezember mitten im Winter kastilische Rosen vor, die er pflückte und in seiner Tilma (einem Poncho-Umhang) verbarg. Als er sie dem Bischof als Geschenk Mariens übergeben wollte, erschien auf dem groben, aus Agavenfasern gewirkten Stoff seiner Tilma das berühmte Bild, das noch heute als die Darstellung der Jungfrau von Guadalupe verehrt wird.

Die Rangliste der meistbesuchten Wallfahrtsorte 2006 erschien zunächst im US-amerikanischen Wirtschaftsmagazin „The Wall Street Journal“. Viele Medien haben in der Folge den ununterbrochenen Pilgerstrom zum Marienheiligtum der Patronin des amerikanischen Kontinents kommentiert. Die Pilgerzahlen nach Mexiko-Stadt steigen kontinuierlich.

Zu den Pilgern gehören auch traditionelle Wallfahrergruppen aus den verschiedenen Regionen Mexikos. In dieser Woche werden zum Beispiel die Gläubigen des mexikanischen Bistums Querétaro in der Basilika eintreffen. Ihre Fußwallfahrt ist die historisch älteste: Seit 117 Jahren wird die Strecke regelmäßig von den Männern zurückgelegt, seit 49 Jahren auch von den Frauen.