Battista Spagnoli (1447-1516)

Karmeliter, Humanist und Schriftsteller

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 303 klicks

Battista Spagnoli, oder auch Mantovano nach seinem Geburtsort Mantua, wurde am 17. April 1447 in Mantua geboren. Im Alter von 17 Jahren trat er dem Karmeliterorden in Ferrara bei. Nach einem Studium der Grammatik, Rhetorik, Philosophie und Theologie in Bologna, das er 1475 abschloss, bekleidete er nach verschiedenen Tätigkeiten mehrfach das Amt des Generalvikars seiner Kongregation.

1513 wurde Battista Spagnoli Generalprior des gesamten Ordens. Im selben Jahr nahm er außerdem am Laterankonzil teil. 1515 wurde er von Papst Leo X. mit der wichtigen Aufgabe betraut, Frieden zwischen dem König von Frankreich und dem Herzog von Mailand zu stiften.

Battista Spagnoli wurde von Erasmus von Rotterdam (1466-1536), mit dem ihn eine enge Freundschaft verband, der „christliche Vergil“ genannt. Mehr als 50.000 Verse verfasste Battista Spagnoli in lateinischer Sprache zu moraltheologischen Themen. Eines seiner bekanntesten Werke sind die „Egloghe“, bukolische Gedichte, die er um 1480 schrieb. Zu seinen Freunden zählten die berühmtesten Humanisten und Gelehrten der Zeit, wie Giovanni Pico della Mirandola (1463-1494).

Battista Spagnoli starb am 20. März 1516 in Mantua, wo er auch seine letzte Ruhestätte fand. Papst Leo XIII. sprach ihn am 17. Dezember 1885 selig.