Baut Brücken der Brüderlichkeit

Papst Franziskus trifft griechisch-katholische Gläubige aus der Ukraine

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 253 klicks

Am Montag traf Papst Franziskus etwa 5000 griechisch-katholische Pilger in Sankt Peter, die anlässlich des 50. Jahrestages der Überführung der Reliquien des ukrainischen Märtyrers Josaphat in die Basilika nach Rom gekommen waren. Bevor die Pilger aus der Ukraine den Pontifex trafen, nahmen diese an einer Messe in der Basilika teil, die von Kardinal Leonardo Sandri, Präfekt der Kongregation für Ostkirchen, und von dem obersten Erzbischof der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche, seine Heiligkeit Sviatoslav Shevchuk, zelebriert wurde.

Josaphat Kunzewitsch wurde 1580 in Wlodzimierz, in der heutigen Ukraine, geboren und starb am 12. November 1623 in Witebsk. Er war Erzbischof von Polozk und wurde von 1963 von Paul VI. heiliggesprochen. Paul VI. war es auch, der die Reliquien des Heiligen nach Rom überführen ließ und sie in der Nähe des Petrusgrabes unterbrachte.

Papst Franziskus sagte, der beste Weg, den Heiligen zu feiern, bestehe darin, einander zu lieben.

„Er begleitet uns auf diesem Weg, und er ist das Zentrum dieses Weges, Jesus Christus der auferstandene Herr. Dieser Wunsch nach Gemeinsamkeit bringt uns dazu zu versuchen, den anderen zu verstehen, ihn zu respektieren und auch ihn aufzunehmen und ihm brüderliche Verbesserungen zuteil kommen zu lassen. Liebe Brüder und Schwestern, der beste Weg, den heiligen Josaphat zu feiern ist, uns untereinander zu lieben und der Einheit der Kirche zu dienen.“

Papst Franziskus sagte, das Zeugnis der vielen Märtyrer sei eine große Unterstützung für die Kirche. Er lud dazu ein, Brücken der Brüderlichkeit zu bauen.

„Ich wünsche, dass die tiefe Gemeinschaft, die ihr jeden Tag in der katholischen Kirche sucht, euch dabei hilft, Brücken der Brüderlichkeit auch zu anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften in der Ukraine und anderswo zu bauen, wo eure Gemeinschaft präsent ist.“

Der Primat der griechisch-katholischen Kirche in der Ukraine, Sviatoslav Shevchuk, erinnerte an den 80. Jahrestag des Holomodor, der Hungersnot, die zwischen 1929 und 1933 Millionen von Ukrainern tötete. Ihre Stimme appelliere an das Gewissen der Menschen heute. Er sagte: „Möge sich die unendliche Erinnerung Gottes, den wir in unseren Gebeten anflehen, auch in der nationalen Erinnerung an dieses tragische Ereignis ausdrücken.“