"Beachtenswertes erzieherisches Potential"

Papst unterstützt Sportprogramme im Rahmen christlicher Erziehung

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ROM, 10. November 2009 (ZENIT.org).- Obwohl er selbst nie sportversessen gewesen ist, hat Papst Benedikt XVI. am Freitag seine Unterstützung für Sportprogramme zugesagt. Das Oberhaupt der katholischen Kirche möchte damit die Bedeutung von sportlichen Wettkampf-Aktivitäten für die persönliche Entwicklung hervorheben. „Sport hat ein beachtenswertes erzieherisches Potential in der Jugendzeit. Er ist von großer Bedeutung nicht nur für die Freizeit, sondern auch für die Entwicklung der Person", schrieb der Papst anlässlich des Seminars „Sport, Erziehung und Glaube: Für ein neue Etappe in der katholischen Sportbewegung", das am vergangenen Wochenende in Rom stattfand und vom Päpstlichen Rat für die Laien organisiert wurde.

„Mit Hilfe sportlicher Aktivitäten", schrieb er, „trägt die kirchliche Gemeinschaft zur Prägung der Jugendlichen bei und bietet einen passenden Raum für deren menschliches und spirituelles Wachstum." Wenn Sportinitiativen auf eine ganzheitliche Entwicklung der Person ausgerichtet seien und durch qualifiziertes und kompetentes Personal durchgeführt werden, könnten sie sich als günstige Gelegenheiten entpuppen, in denen Geistliche, Gemeinden und Laien wahre und geeignete Erzieher und Lehrer im Leben junger Leute werden können.

Die Kirche schätze Wettkampfaktivitäten mit ihren positiven Seiten, wie etwa die Möglichkeit, Wettbewerbsfähigkeit, Mut und Ausdauer beim Erreichen von Zielen anzuregen. Alle Tendenzen, die der Natur des Sports zuwider liefen, sollten vermieden werden. Durch eine koordinierte Aktion müsse erreicht werden, dass katholische Führungs- und Fachkräfte als erfahrene Vorbilder für Heranwachsende angesehen werden, die ihnen helfen, ihr eigenes Wettbewerbspotential zu entwickeln, ohne dabei die menschlichen Qualitäten und christliche Tugenden zu vernachlässigen, die die Person vollends reifen lassen. Sport biete viele und wertvolle Gelegenheiten für die Jugendpastoral. In Afrika etwa warten eine Reihe kirchlich initiierter oder unterstützter Projekte für Jugendliche mit einem Sportangebot auf, um sie aus gewalttätigen Jugendbanden herauszuholen und sie mit einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung einzubinden. (mk)