Begegnung Benedikts XVI. mit Kindern aus aller Welt

Internationales Treffen der Päpstlichen Kindermissionswerke in Rom

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ROM, 1. Juni 2008 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. hat nach eigenen Worten noch immer Schwierigkeiten, seine Wahl zum Kirchenoberhaupt zu begreifen. Bei einer Begegnung mit rund 7.000 Kindern gestand der Heilige Vater am Samstag im Vatikan, auch nach vier Jahren habe er das Gefühl, dass das Amt weit über seine Kräfte gehe. „Aber der Herr hilft mir", sagte Benedikt XVI. in Antwort auf eine entsprechende Frage eines Mädchens.

Die Begegnung fand aus Anlass eines internationalen Rom-Treffens der päpstlichen Kindermissionswerke zum Paulus-Gedenkjahr statt. Aus Deutschland nahmen 40 Sternsinger der katholischen Stadtpfarrei Mariä Himmelfahrt aus Buchloe im Bistum Augsburg an der Begegnung teil. Begleitet wurden die Mädchen und Jungen von Winfried Pilz, dem Präsidenten des Kinderhilfswerkes mit Sitz in Aachen (vgl. Sternsinger).

Als Kind habe er nie daran gedacht, einmal selbst Papst zu werden, erklärte Benedikt XVI. im Gespräch mit den Kindern. „Ich war ein einigermaßen unbedarfter Junge in einem kleinen Dorf." Der damalige Papst Pius XI. (1922-39) sei für ihn „in einer unerreichbaren Höhe" gewesen, ja „fast in einer anderen Welt".

Vor den jungen Pilgern ließ Benedikt XVI. auch seine Grundschuljahre in Aschau am Inn Revue passieren. Aus dem 50 Kilometer entfernten Marktl stammend, sei seine Familie dort aufgrund des anderen Dialekts „ein bisschen fremd" gewesen. Trotzdem sei eine gute Gemeinschaft mit seinen Klassenkameraden entstanden. „Sie haben mir ihren Dialekt beigebracht, den ich noch nicht kannte. Wir haben gut zusammengearbeitet und natürlich auch ein paar Mal gestritten, aber dann haben wir uns versöhnt und vergessen, was vorgefallen war", erzählte der Papst. Auch nach über 70 Jahren seien er und die Klassenkameraden von damals „noch immer Freunde".

„Wir waren keine Heiligen", gestand Benedikt XVI. Dafür habe zwischen ihnen eine Gemeinschaft bestanden, „in der Unterschiede zwischen Reichen und Armen, Intelligenten und weniger Intelligenten nicht zählten".

Papst Benedikt ermutigte seine jungen Gäste, Zeugen Christi und seiner Frohen Botschaft zu sein: „Kinder sind kleine Missionare, die das Evangelium in die nächste Generation tragen“