Begegnung von Papst Franziskus mit "comfort women"

Solidarität mit während des Zweiten Weltkriegs missbrauchten Frauen

Rom, (ZENIT.org) Redaktion | 642 klicks

Papst Franziskus begrüßte gestern vor der Feier der Messe in der Kathedrale von Myeong-dong eine Gruppe von Frauen, die während des Zweiten Weltkriegs von japanischen Soldaten entführt und als Sexsklavinnen missbraucht worden waren. Wie Pater Lombardi mitteilte, habe die koreanische Kirche die Begegnung erbeten.

Alle sieben Frauen begrüßte der Heilige Vater kurz per Handschlag. Eine der Frauen, die alle in der ersten Reihe plaziert waren, schenkte dem Papst eine Brosche der Vereinigung der sogenannten „comfort women“, die sie gegründete hatte; der Papst legte die Brosche sofort an. Papst Franziskus zeigte damit seine Solidarität mit den Frauen.

Bis heute fordert Südkorea von Japan eine Entschuldigung und Entschädigung für die tausende Opfer. Japan beteuert, sich bereits mehrfach entschuldigt zu haben. In Bezug auf die Entschädigung verweist Japan auf einen Vertrag aus dem Jahr 1965. 1995 gründete Japan einen Fonds aus privaten Mitteln, um die Entschädigungen zu richten. Der Fonds, den Südkorea als nicht offiziell und deshalb inakzeptabel einstuft, wurde 2007 aufgelöst.