Behindertenwallfahrt für den Frieden im Heiligen Land

300 Pilger werden an Palästinenser und Israelis appellieren

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ROM, 6. Dezember 2001 (ZENIT.org).- Fünfzig behinderte Pilger werden an einer Heiliglandwallfahrt teilnehmen, um dort für den Frieden zu beten und von ihm Zeugnis zu geben.



"Wir sind keine Märtyrer und wollen auch keine werden. Wir wollen lediglich Zeugen eines Friedensappells sein", so Antonio Diella, der Präsident von UNITALSI, einer italienischen Organisation, die außerdem die Behinderten- und Krankenzüge nach Lourdes organisiert.

Bis zum Ausbruch der zweiten Intifada im September 2000 war UNITALSI zusammen mit dem Römischen Pilgerwerk der größte italienische christliche Reiseveranstalter, der Reisen ins Heilige Land organisierte.

Die besagte Wallfahrt soll vom 14. bis 20. Dezember stattfinden und 300 Pilger ins Heilige Land führen. Die 50 behinderten Teilnehmer werden von individuellen Behindertenbetreuern und den anderen zur Gruppe gehörigen Pilgern betreut werden.

Auch ist materielle Hilfe für arme Familien in Israel und den autonomen Palästinensergebieten im Reisegepäck dabei.

Nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden des Römischen Pilgerwerkes "wird alles mit großer Sicherheit und Ruhe abgewickelt werden".

Die geistige Führung dieser Wallfahrt wird Kardinal Ersilio Tonini, der emeritierte Erzbischof von Ravenna innehaben. Auch der bis vor einem Monat amtierende Oberrabbiner Roms, Elio Toaff, wird teilnehmen. Beide sind führende Gestalten des öffentlichen Lebens in Italien.

Vorgesehen sind unter anderem auch Begegnungen mit Behinderten in Bethlehem und Jerusalem sowie zwei Konzerte mit italienischen, palästinensischen und israelischen Künstlern.