Behörde untersagt Demonstration am Brandenburger Tor

Sicherheitsbedenken sind ausschlaggebend für Absage

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BERLIN,9. September 2011 (ZENIT.org). –  Die Berliner Versammlungsbehörde hat die am Brandenburger Tor geplante Demonstration gegen den Deutschlandbesuch von Papst Benedikt XVI. verboten. Begründet wird die Absage mit den besonderen Sicherheitsanforderungen beim Papstbesuch, da der Heilige Vater sich zum Zeitpunkt der geplanten Demonstration im Reichstagsgebäude aufhalten wird, das nur wenige hundert Meter vom Brandenburger Tor entfernt ist. Stattdessen soll die Demonstration gegen die Deutschlandreise des Kirchenoberhauptes nun am Potsdamer Platz stattfinden.

Jörg Steinert, der Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD), hat angekündigt, dass die Organisatoren der Kundgebung voraussichtlich gegen diese Entscheidung beim Verwaltungsgericht Berlin Klage einlegen werden.

Die Demonstranten wenden sich mit ihren Aktionen gegen die Sexualmoral der katholischen Kirche und werfen Papst Benedikt XVI. konkret eine „menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik“ vor.

Auch während des Deutschlandbesuches des seligen Papstes Johannes Paul II. kam es zu Protesten und Demonstrationen gegen die Lehre der Kirche.