Beileidstelegramm Papst Johannes Pauls II. zum Tod von Kardinal Hans Herrmann Gröer OSB

An den Erzbischof von Wien Kardinal Christoph Schönborn OP

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VATIKAN, 21. März 2003 (ZENIT.org).- Nachdem er die Nachricht vom Tod des emeritierten Erzbischofs von Wien, Kardinal Hans Herrmann Gröer


in der Nacht von Sonntag auf Montag erfahren hatte, hat Papst Johannes Paul II. an den Erzbischof von Wien Kardinal Christoph Schönborn OP ein Beileidstelegramm geschickt. Wir veröffentlichen den Wortlaut.

Seiner Eminenz
Hochwürdigstem Herrn Kardinal Christoph Schönborn OP
Erzbischof von Wien
Erzbischöfliches Palais
Rotenturmstr. 2
A–1010 Wien

Mit Trauer habe ich die Nachricht vom Heimgang Ihres Vorgängers im Amt des Erzbischofs von Wien, des hochwürdigsten Herrn Kardinals Hans Hermann Groër OSB aufgenommen. Mit großer Liebe zu Christus und seiner Kirche hat er in Treue zum Nachfolger Petri das Erzbistum Wien von 1986 bis 1995 unter dem Motto „in verbo autem tuo" geleitet und stand auch einige Jahre an der Spitze der Österreichischen Bischofkonferenz. In den letzten Jahren, die er zurückgezogen verbrachte, war er von Krankheit gezeichnet. Indem ich Ihnen versichere, dass ich betend am Gedenken, das die Erzdiözese Wien ihrem früheren Oberhirten schenkt, Anteil nehme, empfehle ich ihn dem Herrn, dem er sein Leben übereignet hatte. Möge ihm der ewige Lohn zuteil werden, den der Herr selbst seinen treuen Dienern verheißen hat. Auf die Fürsprache Mariens, der Mutter der Priester, erteile ich allen, die um den Verstorbenen trauern, als Unterpfand reichen göttlichen Trostes den Apostolischen Segen.

IOANNES PAULUS PP. II

[Originalsprache: Deutsch]