Belgien: Euthanasie STOP - eine Bürgerinitiative

Für eine wahrhaft öffentliche Debatte

Rom, (ZENIT.org) | 430 klicks

Eine Gruppe von Universitätsprofessoren, Experten aus dem Gesundheitsbereich und der Justiz aus verschiedenen Regionen Belgiens und von unterschiedlicher philosophischer Ausrichtung kündigte die Website Euthanasie STOP mit folgendem Aufruf an: 

„Ihr seid nicht Befürworter, das Gesetz zur Euthanasie Minderjähriger und geistig Behinderter auszubauen: Ihr könnt etwas tun! Teilt Eure Kritik auf der Seite Euthanasie STOP mit!“

Sie führen aus, „das Euthansie straffrei stellende Gesetz wurde im Mai 2002 in Belgien erlassen“  und „das Gesetz schuf den Rahmen dafür, dass ein volljähriger Patient oder ein mündiger minderjähriger die Euthanasie beantragen können und ein Arzt sie unter bestimmten Bedingungen, ohne sich strafbar zu machen, durchführen kann.“

Sie alarmieren: „Wird man in zehn Jahren das Gesetz auf Minderjährige und geistig Behinderte ausweiten? Zahlreiche Gesetzesvorschläge in diesem Sinn wurden eingereicht. Sie werden zur Zeit im Parlament diskutiert und scheinen von einer gewissen Zahl Abgeordneter unterstützt zu werden, die ihre Umsetzung wünschen.“

Sie stellen fest, dass diese Wahl „nicht allen Bürgern zugänglich ist“, und beklagen die reservierte Haltung gegenüber der Debatte:„Man kann sich nur schwer vorstellen vor, dass eine so bedeutende Diskussion um die Zukunft der Medizin und der Gesellschaft auf den Bereich des europäischen Parlaments begrenzt ist.“

Das ist der Grund, weshalb sie allen Bürgern Belgiens online „Raum zur öffentlichen Meinungsäußerung“ anbieten, wo alle Interessierten ihre Mißbilligung kundtun können.