Benedikt XVI.: Achtung vor der Religion, dem Leben und der Familie

Audienz der neuen spanischen Botschafterin am Heiligen Stuhl

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VATIKANSTADT, Montag, 18. April 2011 (ZENIT.org). - Achtung vor der Religionsfreiheit, aber auch Schutz der Heiligkeit des Lebens und der Familie: Das sind die Schlüsselpunkte, die Benedikt XVI. am Samstag bei der Audienz an die neue spanische Botschafterin am Heiligen Stuhl, María Jesús Figa López-Palop, bei der Übergabe des Beglaubigungsschreibens ansprach.

In seinen Worten stellte der Papst fest, dass „in bestimmten Kreisen die Ansicht herrscht, Religion sei ein in Hinsicht auf die Gesellschaft irrelevanter Faktor und sogar lästig."

Er erklärte, dass „es nicht gerechtfertigt ist, dass sich diese Ansicht, die schon an Verleumdung, Lächerlichmachen und Diskriminierung grenzt, ausbreitet. Eine solche Gleichgültigkeit kommt einer Schändung des fundamentale Rechts auf Religionsfreiheit gleich, die, verknüpft mit der Würde des Menschen, eine wahre Waffe des Friedens darstellt, indem sie die Welt verändern und verbessern kann".

Der Papst bezog sich dabei auch auf die aktuelle wirtschaftliche Situation mit ihren großen ökonomischen Schwierigkeiten und „wahrhaft Besorgnis erregenden" Auswirkungen, die Spanien beträfen. Auf deren Basis und der um sich greifenden Arbeitslosigkeit beruhten „Desillusionierung und Frustration vor allem bei Jugendlichen und benachteiligten Familien".

Auf Grund dieser Einschätzung lud der Papst alle, die öffentliche Verantwortung tragen, ein, einen ernsthaften Weg zur Unterstützung eines Aufschwungs zu beginnen, der die ganze Gesellschaft mit einbeziehen solle. Er bekräftigte, dass die Kirche, „über das Recht auf menschliches Leben vom Anfang bis zu seinem natürlichen Ende wacht, weil das Leben heilig ist und niemand darüber willkürlich verfügen kann". Genauso wie sie auch „die Sorge für den Schutz und die Hilfe für Familien übernimmt und auch wirtschaftliche, soziale und juristische Maßnahmen einleitet, damit Mann und Frau, die den Bund der Ehe eingehen und eine Familie gründen, die notwendige Unterstützung bekommen, um ihrer Berufung folgen zu können, ein Heiligtum der Liebe und des Lebens zu sein".

Er fügte hinzu, dass „auch die Erziehung in dem Sinne gewährleistet werden muss, dass die moralischen wie auch religiösen Werte nach der Überzeugung der Eltern vermittelt werden, wie es ihr Recht ist, indem sie die wesentliche Entwicklung der jungen Menschen fördert. Aus demselben Grund muss auch die katholische religiöse Erziehung gewährleistet werden, überall und für alle, die danach streben, was aus demselben Recht hervorgeht".

Am Ende ging der Papst noch auf seinen baldigen Besuch im August diesen Jahres in Spanien ein, der anlässlich des Weltjugendtages in Madrid stattfinden wird. Hierbei lobte er „die Bereitschaft, Kooperation und Hilfe des Staatsoberhauptes und der autonomen und lokalen Autoritäten, die dazu beitragen, das bestmögliche Ergebnis für eine Initiative zu erzielen, die weltweit Anerkennung verdient und die Größe des Herzens und Geistes der Spanier zeigt".

Er beendete seine Ansprache mit den Worten: „Ich nehme mit Freude an den Anstrengungen und Gebeten der Organisierenden teil, die mit großer Sorgfalt ein solches Ereignis vorbereiten, in dem brennenden Wunsch, reiche Früchte der Spiritualität für die Jugend und für Spanien hervorzubringen".

[Übersetzung aus dem Spanischen von Susanne Szupy]